Montag, 12. Juni 2017

Ein paar Fragen an Eva Völler

Bildnachweis: Kerstin Noethen

Wie sieht dein Arbeitstag aus? 

Meist sitze ich über den Tag verteilt etwa acht Stunden am Schreibtisch. Der Vorteil ist, dass 
ich keine festen Arbeitszeiten einhalten muss, d. h. ich kann auch mal null Stunden arbeiten. 
Der Nachteil: Kurz vor dem Abgabetermin fehlen mir die Stunden dann :-)

Gibt es ein Motto, nach dem du lebst?

Ja, der Klassiker: Carpe diem. Vielleicht auch noch: Family first, denn meine Kinder und 
Enkelchen gehen jeder Arbeit vor.

Demnächst erscheint Band 1 von Time School. Auf ewig dein. Mir ist aufgefallen, dass die 
Hauptfiguren dieselben wie in der Zeitenzauber-Trilogie sind. Wie hängt das zusammen?

Seit Erscheinen der Zeitenzauber-Trilogie wurde ich ständig von Lesern gefragt, ob es nicht 
einen 4. Band gibt. Das kam aber nicht infrage, denn eine Trilogie hat ja nun mal nur drei 
Bände, außerdem lag der letzte Band inzwischen mehrere Jahre zurück, weil ich seither viele 
andere Projekte zu realisieren hatte. Zudem gab es in der Zwischenzeit Umstrukturierungen 
innerhalb des Verlags, ich schrieb nun für ein anderes Imprint. Weil aber immer wieder der 
Wunsch nach weiteren Abenteuern von Anna und Sebastiano an mich herangetragen wurde, 
entstand schließlich die Idee für ein Spin-off als neue Reihe.

Liegen schon Ideen für die weiteren Bände in deiner Schublade?

Ja, Band 2 und 3 sind in Vorbereitung.

Was wünscht du dir für die Zukunft?

Gesund bleiben, eine glückliche Familie. Und noch viele schöne Bücher, zum Lesen sowie zum Selberschreiben.

Vielen Dank!

Biografie

Eva Völler hat sich schon als Kind gern Geschichten ausgedacht. Trotzdem hat sie zuerst als Richterin und später als Rechtsanwältin ihre Brötchen verdient, bevor sie Juristerei und Robe schließlich endgültig an den Nagel hängte. „Vom Bücherschreiben kriegt man auf Dauer einfach bessere Laune als von Rechtsstreitigkeiten. Und man kann jedes Mal selbst bestimmen, wie es am Ende ausgeht.“ Die Autorin lebt und arbeitet am Rande der Rhön in Hessen.

Samstag, 10. Juni 2017

Künstlerstipendien 2017

Der Verein Villa Decius und die Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit in Zusammenarbeit mit dem Literarischen Colloquium Berlin schreiben Residenzstipendien für deutsche Schriftsteller/Schriftstellerinnen und Übersetzer/Übersetzerinnen aus dem Deutschen ins Polnische und aus dem Polnischen ins Deutsche aus. Der  Residenzaufenthalt umfasst 1-3 Monate (August – November 2017). Bewerbungen richten Sie bitte per E-Mail an die Projektkoordinatorin in der Villa Decius. Bewerbungen sind möglich bis zum 30. Juni 2017.

Wer kann sich bewerben?

• Schriftstellerinnen/Schriftsteller aus Deutschland, die mindestens eine Publikation vorweisen können
• Übersetzerinnen/Übersetzer deutscher Literatur ins Polnische
• Übersetzerinnen/Übersetzer polnischer Literatur ins Deutsche

Was umfasst das Stipendium?

• Aufenthalt im Łaski-Haus, einem Nebengebäude der historischen Villa Decius, gelegen in einem wunderschönen Park in Krakau (Einzelzimmer mit Bad, kostenlosem Internetzugang,           Gemeinschaftsküche)
• monatliches Stipendium in  Höhe von 3.000 PLN (ca. 715 €) brutto
• Hilfe von Seiten der Villa Decius bei der Vorbereitung und  Organisation des Aufenthalts

Bewerbung

Bitte schicken Sie Ihre individuellen Bewerbungsunterlagen in deutscher oder polnischer Sprache:

• Lebenslauf (Geburtsort, Geburtsdatum, Anschrift, Kontaktdaten, Ausbildung, berufliche Tätigkeit) – max. 2 A4 Seiten
• Liste der Publikationen/Übersetzungen – max. 2 A4 Seiten
• Motivationsschreiben sowie eine Skizze des Projekts, das während des Residenzaufenthalts umgesetzt werden soll, zuzüglich der Angabe des bevorzugten Termins und der Länge des Aufenthalts – max. 3 A4 Seiten

bis zum 30. Juni 2017 per E-Mail an gosia@villa.org.pl.

Die Auswahl der Kandidaten erfolgt durch eine Jury die sich aus Mitarbeitern der Villa Decius, des Literarischen Colloquiums Berlin und der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit zusammensetzt. Die Ergebnisse werden bis Mitte Juli 2017 bekanntgegeben.

Projektkoordinatorin: 
Małgorzata Różańska
gosia@villa.org.pl
www.villa.org.pl

Quelle: Jürgen Jankofsky

Samstag, 29. April 2017

Edith Kneifl, Krimiqueen aus Österreich


Ist das Schreiben von Romanen generell von jedem erlernbar, also Handwerk oder benötigt man dazu unbedingt Talent? Was ist deine Meinung?

Beides ist von Nöten. Mein erster Mann, ein Maler, sagte immer „Kunst kommt vom Machen“. Heutzutage erscheinen aber leider viele schlechte Krimis, denen man anmerkt, dass der Autor/die Autorin kein Talent hat, aber eine gute Lektorin oder ein guter Lektor, den Roman halt trotzdem ganz passabel hinbekommen hat.

Von Autoren habe ich schon gehört, dass das zweite Buch schwieriger zu verfassen ist als das erste. War das auch bei dir der Fall gewesen?

Nein, mein zweiter Roman „In der Stille des Tages“ (1992), der längst vergriffen ist, aber demnächst beim Haymon Verlag wieder als E-Book erscheinen wird, ging mir ganz leicht von der Hand. Ich halte ihn nach wie vor für einen meiner guten Romane. Er spielt übrigens in Houston, Texas, und ist ein Psychothriller.

Du fängst in vielen deiner Romane das Lokalkolorit Wiens ein, so dass man unbedingt Lust bekommt, die Hauptstädter kennenzulernen und sich die Schauplätze anzusehen. Das ist natürlich Absicht? 

Ja, ich mag meine Stadt. Aber vor allem macht es mir Freude, Wien bei meinen Recherchen selbst besser kennenzulernen. Das trifft vor allem auf meine historischen Wien-Krimis mit meinem Lieblingsermittler Gustav von Karoly zu. Mit diesem feschen Gustav habe ich mir eine Art Traummann geschaffen. Er wird ja total dominiert von starken Frauen und ist trotzdem kein Weichei, sondern eben ein ganz sensibler und netter junger Mann.
Mein neuer, bereits  4. Band mit Gustav von Karoly ist übrigens gerade erschienen: „Der Tod liebt die Oper“ (Haymon Verlag 2017). Er spielt sowohl in Wien, zwei Morde in der Wiener Staatsoper: Otello und Violetta (La Traviata) werden ermordet, als auch in Opatija, Kroatien.

In deinen Werken sind die Hauptpersonen oft Frauen. Steckt in jeder ein Stück von dir oder sind sie erfunden.

Selbstverständlich haben alle Figuren, nicht nur die weiblichen, Züge von mir.  Allerdings können sich auch viele meiner Freundinnen in den Protagonistinnen meiner Romane wiederfinden. Oft verkörpern die weiblichen Hauptfiguren aber auch meine Idealvorstellungen von einer emanzipierten Frau, z. B. Katharina Kafka, die mich 4 Romane lang beschäftigt hat. Sie ist eine stolze und mutige Romni. Vielleicht werde ich sogar eines Tages noch einen 5. Roman über Katharina Kafka und ihren schwulen Freund Orlando schreiben. Die beiden sind mir sehr ans Herz gewachsen.

Woran schreibst du jetzt?

Ich habe gerade begonnen, einen zweiten Roman mit den 3en vom Naschmarkt zu schreiben. Die Arbeit an meinem vorletzten Roman „Tot bist du mir lieber“ (Haymon 2016), UT: Die 3 vom Naschmarkt ermitteln, hat mir großen Spaß gemacht. Ich werde diese drei erfahrenen Frauen weiter ermitteln lassen. Dieses Mal wird es um ein altes Verbrechen gehen, einen angeblichen Selbstmord in der Psychiatrie. Eine Cold Case-Geschichte also, wie schon in einem meiner Lieblingsromane „Blutiger Sand“, (Haymon Verlag 2012), der im Südwesten der USA in den Indianerreservaten spielt. Ich habe damals vor Ort sehr gründlich recherchiert und hatte einen amerikanischen Ureinwohner als Berater und Scout.

Vielen Dank!

Kurzbiographie
Edith Kneifl, Dr. phil., lebt und arbeitet als Psychoanalytikerin und freie Schriftstellerin in Wien. 1992 bekam sie als erste Frau den "FRIEDRICH GLAUSER-PREIS" für den besten deutschsprachigen Kriminalroman des Jahres verliehen. Ihre Romane wurden in  mehrere Sprachen übersetzt, zuletzt: „Mattinata Triestina“, edition Aracne, Rom, 2011 und „Die Tote von Schönbrunn“, die demnächst auf Ungarisch erscheinen wird.
Die Verfilmung ihres Romans „Ende der Vorstellung“ (Filmtitel: „Taxi für eine Leiche“, Regie: Wolfgang Murnberger) wurde als bester Fernsehfilm des Jahres mit der ROMY 2003 ausgezeichnet.

Veröffentlichungen:
23 Kriminalromane und ca. 80 Kurzgeschichten

Letzte Romane:
„Totentanz im Stephansdom“, 2015,  „Tot bist du mir lieber“, 2016,  „Der Tod liebt die Oper“, 2017, alle Haymon Verlag, Innsbruck.

Herausgeberin der 13 Tatort Anthologien beim FALTER Verlag, zuletzt: „Tatort Hofburg“, April  2016, „Tatort Gemeindebau“, September 2016. „Tatort Hauptstadt“, 13 Kriminalgeschichten aus Wien von Edith Kneifl, April 2017.

Weitere Informationen über die Autorin finden Sie unter www.kneifl.at und www.facebook.com/edithkneifl

Sonntag, 23. April 2017

Karsten Kruschel, Schriftsteller


Beruflich hast du bereits eine Menge gemacht. Bist du ein Getriebener, der schreibt?

Eher ein Schreiber, den's manchmal umtreibt. Meine beruflichen Veränderungen waren ja meistens eher irgendwelchen Umständen geschuldet. Mal erwies sich ein Studienplatz als blöd gewählt, ein andermal wollte sich die weltweit gefürchtete Nationale Volksarmee einen mehrfach am Knie operierten Endzwanziger nicht entgehen lassen, mal ging ein Staat unter und die als beruflicher Hort geplante Hochschule gleich mit, mal rüttelte eine ABM den Bach hinab, mal ging ein Arbeitgeber in die Insolvenz, und immer mußten irgendwie die Brötchen verdient werden. Geschrieben habe ich immer, seit ich schreiben kann, und manchmal gab's auch Gelegenheiten, die beim Schopf zu packen waren. Und wenn es das Verticken von Oldtimer-Ersatzteilen bei eBay war. Irgendwas ist halt immer.

Du verfasst Romane des Genres Science-Fiction. Warum?

Zunächst einmal, weil es mir Spaß macht. Und: Weil dieses Genre eigentlich gar kein Genre ist, sondern ein spezieller Modus der Gegenwartsliteratur (wie übrigens auch der Kriminalroman). Und dieser Modus erweitert die Möglichkeiten, über die Wirklichkeit zu schreiben, um einen unendlichen Raum von Spielwiesen, die man als Verfasser obendrein auch noch selbst erschaffen kann. Ob es um die Raffinesse der Politik-Betrügereien, die Arroganz der Macht, die Lächerlichkeit von Obrigkeiten oder das Staunen über sich selbst geht - über all das habe ich in meinen Büchern schon geschrieben. Verfremdet halt, überspitzt, verdreht - und gerade das macht den Reiz aus. 

Brauchst du dazu eine besondere kreative Stimmung?

Ja. Aber in die Stimmung komme ich von alleine, wenn ich erstmal angefangen habe. Musik kann helfen, wobei die unterschiedlich sein kann. Manchmal Philip Glass, manchmal Porcupine Tree oder die Pixies oder alter 70er-Jahre Progrock. Vor allem brauche aber das Wissen, daß ich nun soundsoviel ungestörte Zeit zum Schreiben vor mir habe. 

Woran arbeitest du jetzt?  

An einigen Kurzgeschichten und Novellen, vor allem aber am nächsten Roman aus dem Universum nach Landau, der den Arbeitstitel "Der verborgene Plan" trägt. Da geht es um einige Aspekte dieses Universums, die in den bisherigen fünf Büchern nur so am Rande kurz aufgetaucht sind. Eine gewisse Rolle spielt dabei auch ein Vilmer, der sich in die Fremde aufgemacht hat und natürlich immer schief angesehen wird wegen seines "großen Hundes". Und Atibon Legba wird wieder besucht, aber dieses Mal wird die Weltraumstation aus einer ganz anderen Perspektive betrachtet. Es gibt auch einen Karnesen in der Handlung und natürlich die Goldenen und den Orden der Leibowitzianer.
Und dann gibt es da noch eine ganze Reihe anderer Projekte, die der Verwirklichung harren, darunter einige Science Fiction-Bücher von außerhalb des Landau-Universums und ein Kriminalroman.

Über was willst du unbedingt noch in deinem Leben schreiben?

Das willst du gar nicht wissen... Ein paar: Über Wunder, die keine sind; über die schrecklichen Dinge, die getan werden, um Gutes zu tun; über die gelegentlichen Vorteile der Dummheit; über die Küche, die nur dienstags da ist; über die tödliche Gefahr, seinen eigenen Vorurteilen zu glauben; und über das Ende der Unsterblichen.

Vielen Dank!

Kurzvita:

Karsten Kruschel studierte Pädagogik, Germanistik und Geschichte, war Lehrer und Chefredakteur einer Zeitschrift, promovierte über die SF-Literatur der DDR und ist heute freier Schriftsteller. Er wurde mit dem Kurd-Laßwitz-Preis und zweimal mit dem Deutschen Science Fiction-Preis ausgezeichnet.

Bücher:

Raumsprünge, Erzählung, 1985         
Das kleinere Weltall, Erzählungen, 1989
Vilm. Der Regenplanet, Roman, 2009
Vilm. Die Eingeborenen, Roman, 2009
Galdäa. Der ungeschlagene Krieg, Roman, 2011
Armageddon mon amour, Erzählungen (mit Michael Marrak), 2012
Vilm. Das Dickicht, Roman, 2013
Das Universum nach Landau. Roman in Dokumenten und Novellen, 2016

Website: karstenkruschel.de

Copyright Autorenfoto: Peter Fleissner
Copyright Buchcover: Wurdack Verlag

Donnerstag, 9. Februar 2017

Helene Luise Köppel - Thriller und historische Romane


Was bedeutet für dich das Schreiben?

Das Schreiben ist für mich eine ständige Herausforderung - aber ich knacke gerne harte Nüsse. So verknüpfe ich z.B. meine Gegenwartsthriller oft mit mysteriösen Geschichten aus der Vergangenheit: Geschichte hinter den Geschichten. Von Anfang an war für mich das Romanschreiben aber auch ein Ausdrucksmittel für Emotionen. Meine Figuren zum Leben zu erwecken, ihr Innerstes nach außen zu kehren, das gefällt mir. Dass man dabei auch seine, ach so sensible Autorenseele aufblättert, ist bekanntlich kein Gerücht, sondern eine Tatsache.

Deine Romane spielen in Frankreich. Was hast du für eine Beziehung zu dem Land?

Frankreich inspiriert mich. Dieses Land bietet mir seit Jahren alles, was ich zum Schreiben, aber auch zum Durchatmen brauche: eine vielfältige Landschaft, alte Geschichte und Geschichten, reichhaltige Kultur und große Herzlichkeit. Die berühmte Kollegin Donna Leon hat ihren Inspektor Brunetti in Venedig angesiedelt; mein Kommissar Claret wirkt in Toulouse, in Collioure, in Arles, am Canal-du-Midi oder in den Pyrenäen - also überall dort, wo ich mich auskenne.

Wie läuft üblicherweise die Recherche für deine Bücher ab?

Ich bin neugierig, will immer alles genau wissen. Deshalb recherchiere ich gerne. Stoße ich auf eine Story, für die es sich lohnt, ein, zwei Jahre am Schreibtisch zu sitzen, besorge ich mir zuerst die entsprechende Begleitliteratur. Ich plotte, schreibe die Rohfassung - und mache mich dann erst auf den Weg nach Frankreich zu den Romanschauplätzen. Neue Erkenntnisse, Landschaftsbeschreibungen etc. arbeite ich später ein - und manchmal auch private Reiseerlebnisse. Diese sind dann oft "das Salz" im Roman, denn: Wer nichts erlebt hat, hat auch nichts zu erzählen!

Wie erzeugst du eigentlich ganz allgemein die Spannung in deinen Romanen?

Den Spannungsverlauf im Roman so hinzubekommen, dass der Leser später "nägelkauend" im Sessel sitzt, ist für jeden Autor eine Herausforderung. Ich versuche, die Spannung weniger durch blutige Szenen zu steigern, sondern durch subtilen Nervenkitzel und geschickten Szenenwechsel. Dabei verlasse ich mich weitgehend auf mein Bauchgefühl - und auf meine Figuren, die ich sehr gut kennen muss. Nur wenn ich weiß, wie mein Personal "tickt", kann ich die "Stellschraube Spannung" anziehen oder lockern, je nach dem.

Schmiedest du schon neue Pläne für ein weiteres Buch?
 
Ja, ich schmiede ... Im Juli 2017 erscheint ein neuer Historischer Roman, ein Herzensprojekt, an dem ich zwei Jahre gearbeitet habe. Dieses Buch bringt meine Katharer-Romane zum Abschluss; danach plane ich eine Taschenbuch-Neuauflage der nun 6-bändigen Reihe. Parallel befasse ich mich im Kopf mit Band 5 meiner HLK-Südfrankreich-Thriller. Maurice Claret, der als Kommissar übrigens eine eigene Facebook-Seite pflegt, scharrt schon ungeduldig mit den Füßen. Langfristig plane ich etwas völlig Neues, nämlich einen fetzigen Reisebegleiter für Südfrankreich-Fans.

Vielen Dank!

Kurze Biographie:
Unter dem Slogan "Lesen hält wach - garantiert!" schreibt die Autorin seit 2002 Historische Romane (Katharer-Romane) und Gegenwartsthriller "mit einem Hauch Geschichte". Wenn sie nicht gerade in ihrem Haus in Schweinfurt arbeitet, ist sie an den Schauplätzen ihrer Romane zu finden - in Südfrankreich und Katalonien. Sie ist Mitglied im Verband Deutscher Schriftsteller; vertreten wird sie von der Literary Agency Michael Meller, München.

Neugierig geworden? Besuchen Sie die Autorin Helene L. Köppel auf Ihrer Website:
http://www.koeppel-sw.de/

HLK-Südfrankreich-Thriller - (E-book + TB)
"Die Affäre C."
"Blut.Rote.Rosen"
"Talmi"
"Salamandra"

HLK-Katharer-Romane (E-book bzw. antiquarisch)
"Alix - Das Schicksalsrad", AD 1209,
"Sancha - Das Tor der Myrrhe", AD 1218
"Esclarmonde - Die Ketzerin vom Montségur", AD 1244
"Rixende - Die Geheimen Worte", AD 1300
"Béatris - Die Kastellanin", AD 1320 (neu Juli 2017, E-book + BOD)
"Marie - Die Erbin des Grals", AD 1900

Mittwoch, 1. Februar 2017

SF-Autor Armin Rößler



Du hast einen Job als Journalist, bist SF/ Fantasy-Autor, Herausgeber und Lektor. Das heißt, du bist voll mit schreibenden Tätigkeiten ausgelastet. Welche ist dir am liebsten?

Alles zu seiner Zeit. Mir macht mein Beruf sehr viel Spaß, das Schreiben von Geschichten und Romanen aber ebenso – da möchte ich mich gar nicht entscheiden müssen, was mir besser gefällt. Anthologien als Herausgeber zusammenzustellen, wie zuletzt zusammen mit André Skora und Fran Hebben „Gamer“ für den Begedia Verlag“, ist ebenfalls eine sehr interessante Aufgabe, die ergänzende Tätigkeit als Lektor ergibt sich da von selbst. Also: Ich habe in dieser Hinsicht keine Prioritäten.

Irgendwo las ich, dass es Romanautoren schwer fällt, sich auf das Verfassen von Kurzgeschichten einzulassen und umgekehrt. Geht es dir auch so?

Nein, überhaupt nicht. Ich habe mit Kurzgeschichten angefangen, mich dann mit ein paar Jahren Schreiberfahrung an einen Roman gewagt und schreibe heute beides.

Ich erinnere mich an das Fantasy Taschenbuch „Demonwright - Das vergessene Portal“. Bist du danach zur Science-Fiction umgeschwenkt?

Die Demonwright-Reihe im Wurdack Verlag war eine klasse Möglichkeit für eine Handvoll junger Autoren, sich erstmals im Romanformat auszutoben. Leider ist es damals mit dem Rollenspiel nicht mehr so recht vorangegangen, nachdem die Bücher erschienen waren, sonst hätte ich da wahrscheinlich noch weitere Romane verfasst. Parallel hatten wir aber auch schon die Science-Fiction-Reihe gestartet, zuerst nur mit Anthologien, die Dieter Schmitt, Heidrun Jänchen und ich gemeinsam zusammengestellt haben. Die Forderung des Verlegers, dass gefälligst auch ein Roman in der Reihe zu erscheinen hat, habe ich dann sehr gerne erhört.

Die Teile aus dem Universum von „Argona“ werden ja jetzt im Wurdack Verlag neu aufgelegt. War damals eigentlich von Anfang an eine Trilogie geplant oder hat sich das erst nach dem ersten Teil ergeben?

Zur Beantwortung dieser Frage empfehle ich die Lektüre des Vorworts meiner frisch erschienen Storysammlung „Cantals Tränen“.
Spaß beiseite: Auch da ist Ernst Wurdack, der Verleger, schuld. Er hat „Entheete“, den ersten Roman, damals praktisch kapitelweise von mir bekommen, und noch bevor das Ende geschrieben war, kam die unmissverständliche Forderung: „Eine Fortsetzung muss her.“  Dagegen habe ich mich natürlich nicht gewehrt. Und mir der bereits veröffentlichten Kurzgeschichte „Barrieren“ (jetzt in „Cantals Tränen“  wiederveröffentlicht) hatte ich auch gleich die perfekte Überleitung zu „Andrade“. Am Ende ist inklusive „Argona“ eine Trilogie daraus geworden, es sind weitere Storys dazu gekommen, und es wird auch weitere Romane in diesem Universum geben. Da ist noch einiges zu schreiben, es gibt mehr Ideen als Zeit ...

Deinem Blog ist zu entnehmen, dass du mit deinem Roman „Die Nadir-Variante“ fast fertig bist. Worum geht es da und wann kann man mit dem Erscheinen des Buches rechnen?  

Der Roman ist genau das, was ich selbst gerne lese: ein spannendes Abenteuer irgendwo weit draußen im Universum, eine Space Opera mit hoffentlich viel „Sense of Wonder“ für den Leser. Viel mehr möchte ich gar nicht verraten, vielleicht nur noch, dass die Hauptfigur Paz Nadir den Lesern aus „Entheete“ bekannt sein sollte – in „Die Nadir-Variante“ treffen wir auf den jungen Nadir. Als Erscheinungsdatum würde ich mal vorsichtig Herbst 2017 anvisieren, das müsste eigentlich hinhauen.

Vielen Dank!

Armin Rößler
Armin Rößler, geboren 1972, lebt mit seiner Familie in Rauenberg am Rand der Weinberge und arbeitet als Redakteur für eine Tageszeitung. Er hat den Fantasy-Roman „Das vergessene Portal“ und eine Science-Fiction-Trilogie, bestehend aus den Einzelromanen „Entheete“, „Andrade“ und „Argona“, veröffentlicht (alle im Wurdack Verlag), außerdem zahlreiche Erzählungen. Als (Mit-)Herausgeber war er an gut einem Dutzend Science-Fiction-Anthologien beteiligt, zuletzt an „Gamer“ (Begedia Verlag). 2011 ist seine Erzählung „Die Fänger“ in russischer Übersetzung im führenden russischen Science-Fiction-Magazin „Esli“ erschienen. Als Autor und Herausgeber wurde Armin Rößler mehrfach für den Deutschen Science Fiction Preis, den Kurd Laßwitz Preis und den Deutschen Phantastik Preis nominiert. Im Oktober 2016 ist seine Story-Collection „Cantals Tränen“ im Wurdack Verlag erschienen, direkt im Anschluss wurden die drei „Argona“-Romane neu aufgelegt. In Vorbereitung für 2017 ist der neue Science-Fiction-Roman „Die Nadir-Variante“.


 Bibliografie (Auswahl lieferbarer Titel):

Romane:
Argona (Wurdack, 2008/2017)
Andrade (Wurdack, 2007/2017)
Entheete (Wurdack, 2006/2016)
Das vergessene Portal (Wurdack, 2004)

Collection:
Cantals Tränen (Wurdack, 2016)

Anthologien:
Gamer (hrsg. mit André Skora und Frank Hebben, Begedia, 2016)
Tiefraumphasen (hrsg. mit André Skora und Frank Hebben, Begedia, 2014)
Die Audienz (hrsg. mit Heidrun Jänchen, Wurdack, 2010)
Lotus-Effekt (hrsg. mit Heidrun Jänchen, Wurdack, 2008)

Kurzgeschichten:
Der Große See (in: Cantals Tränen, Wurdack, 2016)
Heimkehr (in: Cantals Tränen, Wurdack, 2016)
Schwärzer als die Nacht, dunkler als der Tod (in: Cantals Tränen, Wurdack, 2016)
Begegnung mit Erwin (oder: Ein Vorwort) (in: Uwe Sauerbrei: Erwins Reisen, Verlag in Farbe und Bunt, 2016)
Katar 2022 (in: Skora/Rößler/Hebben: Gamer, Begedia, 2016)
El Dorado (in: Skora/Rößler/Hebben: Tiefraumphasen, Begedia, 2014)
Feuergeister (phantastisch! 49, Atlantis, 2013)
Die Straße (in Harald Giersche (Hrsg.): Space Rocks, Begedia, 2011)
Auf der Flucht (Corona Magazine 250, 2011)
Phönix (in: Rößler/Jänchen: Die Audienz, Wurdack, 2010)
Entscheidung schwarz (in Dirk van den Boom/Oliver Naujoks (Hrsg.): Weltraumkrieger, Atlantis, 2010)

Weitere Infos:
Das Argona-Universum (Verlagsseite): http://wurdackverlag.de/verlag/index.php?cPath=1_45
Blog: http://www.scifinet.org/scifinetboard/index.php/blog/17-armin-schreibt/

Montag, 9. Januar 2017

Simon Spiegel über den perfekten SF-Film


Stell dir vor, du hättest die Chance, den perfekten SF-Film zu machen. Welche Autoren würdest du engagieren wollen, um das Skript zu schreiben?
Was müsste der Autor beim Drehbuch besonders beachten? Welche Kriterien sind für dich ausschlaggebend?
Welchen Regisseuren traust du zu, den Stoff nach deinen Vorstellungen umzusetzen?

Da diese drei Fragen alle in die gleiche Richtung gehen, beantworte ich sie gemeinsam. Respektive: Ich kann diese Fragen eigentlich nicht beantworten, da ich das Konzept des „perfekten SF-Films“ sehr problematisch finde. Was soll denn ein perfekter SF-Film sein? Die Frage impliziert, dass es eine SF-spezifische Qualität gibt, die einen guten SF-Film ausmacht, und das halte ich für falsch. Ein guter SF-Film ist in erster Linie ein guter Film. Natürlich sollte sich ein SF-Film der Konventionen und der Traditionen des Genres bewusst sein; man kann heute z.B. nicht einen Zeitreisefilm drehen und so tun, als habe noch nie jemand vom Großvaterparadoxon gehört. Ein Film kann innerhalb eines Genres mehr oder weniger originell sein, aber das ist nicht irgendwie SF-spezifisch, sondern gilt für jedes Genre. Vor allem hängt die Qualität eines Films auf keinen Fall nur davon ab, ob er das Genre inhaltlich bereichert. Um beim Zeitreisemotiv zu bleiben: Predestination ist wohl der derzeit konsequenteste Zeitreisefilm, der das Großvaterparadoxon auf die Spitze treibt. Nun ist das aber einerseits auch nicht so neu – Leser von Heinlein kennen die Geschichte seit Jahrzehnten –, andererseits hat der Film auch klare Schwächen. So ist sein geleckter Retrolook doch ziemlich abgestanden und der Plot letztlich zu sehr auf sich selber fokussiert (was aber typisch für diese Art von Zeitreisegeschichte ist). Predestination ist sicher sehenswert, aber was er an „Genre-Originalität“ gut macht, büßt er teilweise in anderen Kategorien wieder ein.
Natürlich gibt es gute und weniger gute Filme. Es gibt ärgerlichen Schrott und Meisterwerke von großer formaler Vollendung, aber den perfekten Film gibt es nicht. Bei der Bewertung eines Films ist für mich wichtig, dass man den Film an seinen eigenen Ansprüchen misst. Wie platziert sich das Werk selbst innerhalb der weiten und zerklüfteten Filmlandschaft, wen will er ansprechen, was will er erreichen? Nehmen wir drei der in meinen Augen interessantesten SF-Filme der vergangenen Jahre – Snowpiercer, Under the Skin und Mad Max: Fury Road. Diese drei Filme sind zweifellos SF – obwohl man das bei Under the Skin allenfalls noch diskutieren könnte –, sind alle drei ganz hervorragend, sie haben aber ganz offensichtlich sehr unterschiedliche Dinge im Sinn. Fury Road ist extrem hoch getaktete postapokalyptische Action, Snowpiercer eine hinterhältige Dystopie in einem ungewohnten Setting und Under the Skin schon fast ein Experimentalfilm, auf jeden Fall ein Werk, das sich den gängigen Kategorien weitgehend entzieht. Diese drei Filme wollen Unterschiedliches erreichen – wobei die Filme von George Miller und Joon-ho Bong wohl näher beieinanderliegen als jener von Jonathan Glazer –, und sie tun das auch. Zwei viel gepriesene SF-Filme der letzten Jahre – Interstellar und Arrival – scheitern hingegen an ihrem Anspruch. Beide wollen offensichtliche „philosophische SF-Film“ sein, beide fallen in den entscheidenden Momenten aber hinter ihre eigenen Prämissen zurück und liefern statt intellektuellem Anspruch Handwedelei und Kitsch (wobei Interstellar diesbezüglich sehr viel übler ist als Arrival). Wahrscheinlich hat Arrival den höheren intellektuellen Anspruch als Fury Road, der Film besitzt auch unbestritten viele schöne Momente. Insgesamt ziehe ich den in seinem Rahmen viel konsequenteren Fury Road aber vor.
Oder nehmen wir die Superhelden-Filme der letzten Jahre: Das Ziel ist spektakuläre Blockbuster-Unterhaltung. Auch wenn nicht alle Produktionen gleich gut sind und man die Marvel-Formel mittlerweile doch ein bisschen oft gesehen hat, muss man anerkennen, dass die diversen Iron-Man-, Captain-America- und Avengers-Filme insgesamt handwerklich sehr hochwertig sind und das, was sie erreichen wollen, weitgehend umsetzen können. Bei den DC-Filmen sieht das anders aus, wobei hier wohl das Problem ist, dass die Macher schlicht nicht wussten, was sie eigentlich wollten. Batman v Superman: Dawn of Justice oder Suicide Squad sind auf jeden Fall filmische Katastrophen – vollkommen egal, ob man sie nun als SF-Filme oder „bloß als Filme“ betrachtet.
Die Frage nach dem Autor resp. dem Regisseur für den perfekten Film kann ich somit nicht beantworten, es hängt wohl mehr davon ab, was für eine Art von Film man will. Und auch hier garantiert der Name ja nichts: George Miller hat beileibe nicht nur großartige Filme gedreht, und dass Jonathan Glazer in absehbarer Zeit einen ähnlichen Geniestreich wie Under the Skin fertig bringen wird, bezweifle ich. Ridley Scott hat mit Alien und Blade Runner zwei der wichtigsten SF-Filme der letzten 40 Jahre gedreht, produziert seit einem vierten Jahrhundert mit wenigen Ausnahmen aber nur noch Schrott. Ähnlich, wenn auch weniger ausgeprägt bei James Cameron: Avatar ist deutlich schwächer als Aliens oder seine beiden Terminator-Filme.

Würdest du eher dahin tendieren, die Geschichte für das breite Publikum oder für die Filmkritiker zu entwickeln? Siehst du da überhaupt Unterschiede? 

Diese Frage scheint mir ebenfalls von einer falschen Prämisse auszugehen, nämlich der, dass ein Kritiker oder eine Kritikerin etwas anderes von einem Film will als ein Normalzuschauer, und das ist natürlich Unsinn. Filmkritiker sind in ihrem Beruf, weil sie Filme lieben. Die Aufgabe eines Kritikers ist es, einen Film einzuordnen und „Sehhilfe“ für das Publikum zu leisten. Also das Werk in einen größeren Kontext – das übrige Schaffen des Regisseurs, das Genre, die Filmgeschichte, aktuelle filmische Tendenzen etc. – zu setzen. Die Wertung ist ein Teil davon, sie dient aber vor allem dazu, den Standpunkt des Kritikers kenntlich zu machen.
Mir ist klar, dass ein Großteil dessen, was heute unter dem Label „Filmkritik“ veröffentlicht wird, diesem Ideal nicht gerecht wird – meine eigenen Texte nehme ich davon keineswegs aus –, aber eine Kritik sollte deutlich mehr sein als die Zusammenfassung der Handlung, die am Schluss mit ein paar Sternchen garniert wird. Bei einer gelungenen Kritik ist es letztlich zweitrangig, ob ich als Leser mit dem Urteil des Kritikers übereinstimme. Ich sollte auch einen Gewinn draus ziehen, selbst wenn ich zu einem ganz anderen Urteil gelange.
Auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen: Bei der Bewertung eines Films ist für mich wichtig, dass man ihn an seinen eigenen Ansprüchen misst. Natürlich hat jeder individuelle Vorlieben und Abneigungen. Manche interessieren sich nicht für Musicals, andere können nichts mit Action anfangen (obwohl ich eigentlich kaum jemanden kenne, der Film wirklich liebt und von der schieren kinetischen Energie von Mad Max: Fury Road nicht begeistert wäre), aber das sollte einen Kritiker nicht daran hindern, die Qualitäten eines Films zu erkennen.
Aber um auf die eigentliche Frage zurückzukommen: Mit dem Anspruch eines Films gehen auch unterschiedliche Publikumssegmente einher. Under the Skin ist ein zeitweise anstrengender, sehr unangenehmer Film, auf den man sich einlassen muss. Dass man damit deutlich weniger Leute anspricht als mit einer gut geölten Superheldenstory ist klar. Aber eine 200-Millionen-Dollar-Marvel-Produktion muss auch viel mehr Geld einspielen als ein Arthouse-Film wie jener Glazers.
Obwohl in den letzten Jahren vermehrt kleine, eigenwillige SF-Filme produziert wurden, bleiben Perlen wie Glazers Film rar. Insofern: Je mehr solche Filme, umso lieber. Aber es gibt bei einer solchen Produktion auch viel mehr Fallstricke; das Risiko zu scheitern, ist groß. Und wenig ist unbefriedigender als extrem ambitionierte Filme, die ihren eigenen Ansprüchen nicht gerecht werden. Da ziehe ich gute gemacht Mainstream-Unterhaltung jederzeit vor. Was dagegen niemand braucht, sind cineastische Beleidigungen wie die Transformers-Reihe oder die jüngsten DC-Superheldenstreifen.

Vielen Dank!

Bioblurb

Simon Spiegel kam 1977 in Basel zur Welt, ging dort zur Schule und lernte am heimischen Fernseher James Bond, Some Like It Hot und andere Perlen des Unterhaltungskinos kennen und lieben. Nach der Matur zog er nach Zürich, wo er Germanistik und Filmwissenschaft studierte, seinen filmischen Horizont beträchtlich erweiterte und eine Dissertation zum Science-Fiction-Film schrieb, die 2007 unter dem Titel Die Konstitution des Wunderbaren. Zu einer Poetik des Science-Films veröffentlicht wurde. Es folgten 2010 Theoretisch phantastisch. Eine Einführung in Tzvetan Todorovs Theorie der phantastischen Literatur sowie zahlreiche weitere Aufsätze zum SF-Film und verwandten Themen. Spiegel ist als freier Filmjournalist für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften tätig und war von 2008 bis 2014 Co-Leiter der Semaine de la critique am Internationalen Filmfestival Locarno. 2017 wurde er mit dem Prix Pathé – Preis der Filmpublizistik ausgezeichnet.
Er unterrichtet regelmäßig am Seminar für Filmwissenschaft der Universität Zürich und ist Mitherausgeber der Zeitschrift für Fantastikforschung. Derzeit schreibt er im Rahmen eines Forschungsprojekts des Schweizerischen Nationalfonds an seiner Habilitation zur Utopie im nichtfiktionalen Film. Er lebt mit seiner Frau und zwei Söhnen in Zürich.

Simon Spiegel veröffentlicht regelmäßig auf simifilm.ch und utopia2016.ch.