Dienstag, 25. Mai 2010

Wie baut man eine Kurzstory auf?

Zwei Kurzgeschichten sind in Arbeit. Eine der beiden war sehr schnell fertig. Nur der letzte Schliff fehlt noch, der Clou, die Pointe, passend zur Atmosphäre des Textes.
Wie baut man übrigens so eine Kurzstory auf? Sie muss einen Anfang haben, der neugierig macht und zum Weiterlesen animiert. Über den Mittelteil, der die Spannung steigert, gelangt man zum Ende der Story. Der sollte den berühmten Aha-Effekt beim Leser auslösen. Während in Romanen oder auch in Erzählungen gern Nebenhandlungen eingebaut werden, erlaubt die Kurzgeschichte keine Abweichungen. Grundlage ist die Entwicklung einer Idee. Wegen der Kürze des Textes muss jedes Wort passen und eine Bedeutung für die Handlung haben.

Montag, 24. Mai 2010

Rezension von "Nichts geht mehr"

Vor einigen Tagen stieß ich bei ZDF neo zufällig auf einen Film, dessen Titel mir bekannt vorkam. Er hieß „Nichts geht mehr“. Florian Mischa Böder hatte dabei Regie geführt.
Genau dieser F.M. Böder spielt im SF-Hörbuch „Der Schweif des Diabolus“, das gerade produziert wird, eine der wichtigsten Rollen.
Neugierig geworden, schaute ich mir den Film an. Er handelt von Konstantin (gespielt von Jörg Pohl) und August, zwei Brüdern, die sich einen Jux erlauben. Was sich allerdings daraus entwickelt, ist bald nicht mehr kontrollierbar.
Der Film, eine Komödie, besticht durch amüsante Leichtigkeit. "Nichts geht mehr" bedient keine Klischees. Zwar werden Konstantin und sein Bruder schließlich von der Polizei gesucht, doch die Verfolgung wird nicht vordergründig gezeigt. Viel Wert liegt auf der Darstellung zwischenmenschlicher Beziehungen. Während Konstantin anfangs dem älteren Bruder vertraut, kommen ihm später immer mehr Zweifel am Sinn der Spaßaktionen. August vertuscht seine Unsicherheit mit flotten Sprüchen, spielt den coolen Lebemann, aber Konstantin beginnt, nachzudenken. Er erkennt schließlich, wie gefährlich es ist, den polizeilichen Machtapparat herauszufordern.
Fazit: Bemerkenswerte Schauspieler, die es vermögen, ihre Rolle absolut glaubhaft auszufüllen, leise Töne in einer ziemlich schrägen Story, verbunden mit einer anrührenden Liebesgeschichte.

Sonntag, 2. Mai 2010

Zwei neue Videos vom "Ohrland" Verlag

Unter http://cungerlan.blogspot.com/2010/03/der-schweif-des-diabolus.html gibt es zwei neue Videos zu meinem Hörbuch, das gerade produziert wird. (Man muss dort etwas nach unten scrollen.)

Für mich ist es sehr interessant zu erfahren, wie andere meine Arbeit sehen und umsetzen. Und ich bin stark beeindruckt. Der Regisseur Michael Ziellenbach stellt in seiner Interpretation der Geschichte genau das heraus, was sie aussagen soll.
Als Autorin muss ich gefühlsmäßig an erzählende Texte herangehen. In einer Story sind starke Motive wichtig. Sie sind die treibende Kraft, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen. In „Der Schweif des Diabolus“ stelle ich zwei Kontrahenten gegenüber, einen verurteilten Mörder und den Mnemorator. Weil die Geschichte in der Gegenwart nicht funktionieren würde, verlegte ich die Idee in eine spätere Zeit. Allerdings ist in der Story nichts so, wie es scheint. Hinter dem gedanklich/ sprachlichen Duell der Gegenspieler verbergen sich unterschwellig Emotionen und Geheimnisse, die schließlich zum Höhepunkt der Geschichte führen.
Die SF erlaubt es, Ideen, deren Ansätze bereits in der heutigen Zeit spürbar sind, in die Zukunft zu transportieren. Damit werden Gefahren aufgezeigt und hoffentlich vermieden. Der Regisseur Michael Ziellenbach hat verstanden, worauf es bei „Der Schweif des Diabolus“ ankommt. Ich bin zufrieden.

Samstag, 1. Mai 2010

Aprilbilanz

Was habe ich im letzten Monat geschrieben? Leider nicht viel. Nur zwei Artikel habe ich bei Suite 101 eingestellt. Im Laufe der Zeit wurde mein gesamter Vorrat an Texten aufgebraucht. Aber zurück zum April. Ich schrieb zum Beispiel über das Dessauer Tierheim. Dazu sprach ich mit Marlies Franz. Die sympathische, engagierte Leiterin der Einrichtung gab sich große Mühe, mir einen Einblick in ihre Arbeit zu zeigen. Gern hätte ich am Schluss selbst ein paar Tiere mitgenommen.
Ein weiterer Artikel entstand zu den Elbterrassen. Die Lokalität in Brambach ist ein Geheimtipp für Leute, die in Sachsen-Anhalt einen erholsamen Kurzurlaub erleben wollen.
Drei weitere Artikel sind angefangen und Ideen für neue sind vorhanden.