Montag, 5. September 2011

Jürgen Ritschels Roman "Barackencarlos" und seine Parallelen zu Roßlau

Die Stadt kann auf eine wechselvolle Geschichte zurückblicken. Nach dem zweiten Weltkrieg nimmt Roßlau Umsiedler auf, die aus den östlichen, ehemals deutschen Gebieten, stammen. Der Neuanfang für die Menschen ist schwer, denn sie verloren neben ihrem Hab und Gut auch Verwandte und Freunde. Etliche Zugezogene bringt man in den Baracken unter, die sich nahe der Biethe, einem Wäldchen, befinden und später schrittweise abgerissen werden.
Einen Ausschnitt ähnlicher historischer Ereignisse findet der interessierte Leser auch in Jürgen Ritschels Roman "Barackencarlos", der 1981 im Mitteldeutschen Verlag erscheint.

„Schauplatz ist eine Stadt an der Elbe, die Merkmale der Stadt Roßlau erkennen lässt. In "Barackencarlos" geht es um eine Umsiedlerfamilie, deren ältester Sohn Carlos, der Held dieses Gesellschaftsromans, sich seinen Platz in der Gesellschaft nicht ohne Widersprüche erkämpft.“ (Zitat: Jürgen Ritschel)
Der Autor, 1943 in Roßlau geboren, wohnt jetzt in Kleingießhübel, einem Ort in der Sächsischen Schweiz.
Weitere Werke:
"Harte Jahre", Roman
"Hoffnungen", Erzählband
"Klara Leopoldina Morgengold", drei Erzählungen

"Ein Wort der Kunst", Kurzessays zu Ausstellungen des Kunstvereins Pirna

Literarische Tätigkeit:
Entwicklung von Autoren als Leiter der Literaturwerkstatt des Kulturraumes Meißen-Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, Leiter der Schreibwerkstatt des Nationalparkzentrums Bad Schandau, Gründer und Schirmherr der "Autorengruppe Elbtal", Verleger von Prosa und Lyrik.
E-Mail des Autors:  ritscheltext@t-online.de