Mittwoch, 5. Oktober 2011

Gelesen: "Der Engel vom westlichen Fenster" von Gustav Meyrink

In den Zeiten des Kindle und der kostenlosen Klassiker habe ich für mich den Autor Gustav Meyrink (1868-1932) wiederentdeckt. Er versteht es, in seinem Werk „Der Engel vom westlichen Fenster“ geheimnisvolle, unwirkliche Stimmungen zu schaffen. Unwirklich im Sinn von irreal, was jedoch die Glaubwürdigkeit seiner Hauptfigur keinesfalls herabsetzt. Deren Phantasien, die Ungereimtheiten, die sich der Verstand passend zurechtrückt, verdichten sich zu einem kompakten Literaturstück, dessen Anziehungskraft auch jetzt noch enorm ist. Besser verständlich wird der Roman, wenn man Meyrinks Interesse an Geheimbünden und metaphysischen Dingen bedenkt, außerdem die Entstehungszeit des Werkes.