Sonntag, 16. Dezember 2012

Tipps zum Hören

Auf der Suche nach Unterhaltung fand ich Hörspielankündigungen, die mich interessierten.
Deutschlandradio Kultur sendet den dreiteiligen Krimi "Fröhliche Weihnachten" (BR 1978) um einen Fall des Privatdetektivs John McPherson. Den ersten Teil habe ich zwar schon verpasst, aber in die anderen werde ich sicher hineinhören. (Teil 2 am 22.12.12,  00.05 Uhr/ Teil 3 am 29.12.12, 00.05 Uhr)
In der Reihe 1LIVE Plan B Krimi kommt am 3. Januar 2013, 23.00 Uhr das Hörspiel "Du bist zu schnell" (WDR 2010). Der Beschreibung nach könnte es spannend werden. Ich lasse mich überraschen.

Sonntag, 25. November 2012

"Geier Mordflug" von Amrei Thieß

Wer das E-Book "Heute schon einen Mann eingefroren?" gelesen hat, kann sich über eine Aktualisierung freuen. Die Autorin Amrei Thieß stellt nämlich eine weitere Geschichte vor. Wenn mich nicht schon die anderen überzeugt hätten, diese eine hätte es ganz sicher getan.
"Geier Mordflug" ist meiner Meinung nach die beste der Storys. Amrei Thieß überstürzt nichts. Sie führt den Leser Schritt für Schritt von einem wichtigen Detail zum nächsten, bis diese schließlich ihren Platz im Krimipuzzle finden.
Die Sicht auf den Schuldigen ist für mich außerordentlich erschreckend. Mir ist nicht ganz klar, ob das an der Ich-Form liegt, die Amrei Thieß gewählt hat. Vielleicht sind aber auch nur die äußerst realistischen Charakterbeschreibungen daran schuld. Sie sorgen dafür, dass die Geschichte immer bedrohlicher wird. 
Beeindruckend!

Sonntag, 28. Oktober 2012

Halloween kulinarisch

Ich fand das Taschenbuch "Nanny Oggs Kochbuch: Ein überraschend nützlicher Almanach mit erstaunlichen Rezepten aus Terry Pratchetts Scheibenwelt" (Goldmann Verlag 2005) schon amüsant. Aber auch zu Halloween werden spezielle Rezepte angeboten. "Pikantes oder Süßes? Gruselige Snacks & Ideen für Ihre Halloween-Party" (KAMACO Verlag, 2012) ist als E-Book abrufbar. Folgt man den gespenstischen Anweisungen der AutorInnen Karina Matejcek und Markus Stolpmann, entstehen schmackhafte Zombies, Skelette, Mumien und weitere unheimliche Gestalten, samt symbolträchtigem Zubehör. Toll geschrieben!

Sonntag, 21. Oktober 2012

Beethoven und Krimi

Endlich habe ich es geschafft, meine Kurzgeschichtenmanuskripte zu sortieren. Beim Durchlesen der Storys erinnerte ich mich nur noch selten daran, wie ich auf die Ideen für diese oder jene Geschichte gekommen bin.
Einer meiner Krimis hatte mit der Musik von Ludwig van Beethoven zu tun. Seine  melancholische Mondscheinsonate inspirierte mich zu dem Text. Das fiel mir erst wieder ein, als ich die Klaviersonate auf Youtube fand. Die Schweizer Pianistin Evelyne Dubourg spielt da den 1. Satz Adagio sostenuto.

Freitag, 19. Oktober 2012

"Heute schon einen Mann eingefroren?" von Amrei Thieß

In einem früheren Post schrieb ich über E-Books, die jede Menge Fehler enthielten. Deshalb bevorzugte ich eine Zeitlang lieber Bücher.
Aber trotzdem sind E-Books unglaublich verführerisch. Man kann sie schnell herunterladen. Sie sind immer sofort lesbar und vor allem, sie wiegen nichts. Außerdem ist die Auswahl groß.
Vor einer Weile schaute ich in das (fehlerfreie) E-Book "Heute schon einen Mann eingefroren?" (Magma Verlag GbH, 2012) von Amrei Thieß. Es enthält drei Krimigeschichten, in denen es weder blutrünstige Opferbeschreibungen noch akribisch durchgeführte Detektivarbeit gibt.
Die Autorin geht nämlich anders an das Thema Verbrechen heran. Sie forscht zielgerichtet den Mordmotiven nach, kramt in der Psyche der Täter und holt deren düstere Geheimnisse ans Tageslicht. Ein Schuss Ironie ist natürlich auch dabei.
Unter dem Titel des E-Books steht: Tödliche Bosheiten von Amrei Thieß.
Wie wahr! Gern gelesen!

Donnerstag, 4. Oktober 2012

Fotos von der Märchennacht 2012

Ölmühle e.V. stellte mir freundlicherweise einige Fotos zur Verfügung, die bei der Roßlauer Märchennacht 2012 entstanden. Ich möchte mich herzlich dafür bedanken.






Dienstag, 11. September 2012

8. Roßlauer Märchennacht

Am 31. August 2012 fand in der Ölmühle die 8. Roßlauer Märchennacht statt. Aufgeführt wurde unter anderem auch "Das Mühlenmärchen". Die Bühnenfassung schrieb ich nach einer Geschichte von Liane Fischer.

Samstag, 1. September 2012

Schnell lesen und schreiben

Jeder liest anders. Das ist auch völlig in Ordnung. Während mein Sitznachbar in der Straßenbahn die Seiten seines Buches langsam umblättert, geht das bei mir mindestens doppelt so fix.
Ja, ich bekenne: Ich lese gern, viel und sehr schnell. Es gibt jede Menge Lektüre, die mich interessiert. Meine Lesegeschwindigkeit habe ich mir im Laufe der Jahre angewöhnt. Der Einwand, dass man für eine Seite Text mindestens fünf Minuten aufwenden muss, um überhaupt den Sinn der Worte zu begreifen, ist für mich nicht akzeptabel.
Ich habe mich ein wenig umgeschaut und ein unterhaltsames Forum zum Thema gefunden.
Wer viel schreibt, und das tun Autoren ja für gewöhnlich, kann aus Spaß sogar seine Tippgeschwindigkeit testen. Hier gibt es diesen Service kostenlos. Der Speedtest funktioniert ohne Anmeldung und ist nach einer Minute Schreibzeit fertig.

Sonntag, 12. August 2012

Artikel von Michael Freund im "Standard"

Schreibende brüten über Feuilleton, Glosse, Drehbuch oder entwickeln gar fiktive Welten in Form von umfangreicher Prosa.
Im österreichischen "Standard" erschien nun ein aufschlussreicher Artikel mit dem Titel "Aufs Drehbuch kommt es an." Michael Freund schreibt da über den erfolgreichen Autor Peter Morgan, der die schriftliche Basis für viele Filme lieferte.
Der Artikel ist empfehlenswert!

Freitag, 3. August 2012

"Demian" auf SWR2

Die bekanntesten Romane des Schriftstellers Hermann Karl Hesse (1877-1962), der auch Talent zum Malen besaß, sind "Der Steppenwolf" und "Siddhartha". Unter dem Pseudonym Emil Sinclair erschien 1919 im S. Fischer Verlag "Demian. Die Geschichte einer Jugend".
Der SWR setzte den Stoff als Hörspiel um. In zwei Tagen wird es unter dem Titel "Demian" gesendet. Ich muss es mir unbedingt anhören.
Termin: Sonntag, 5. August 2012, 18.10 Uhr auf SWR2

Samstag, 21. Juli 2012

"Das letzte Wort hat keiner" von Günter Kunert

Nach dem Lesen von E-Books, die ich mir wahllos, unvoreingenommen und in großer Zahl zu Gemüte geführt habe, bin ich nun wieder auf Bücher fixiert. Zu lästig empfand ich in letzter Zeit das Entdecken halber Wörter, fehlender Satzzeichen und die Häufung von Rechtschreibfehlern im elektronischen Medium.
Begonnen habe ich nun mit Günter Kunerts "Das letzte Wort hat keiner" (Wallstein Verlag Göttingen, 2009). Der Schriftsteller sinnt über das Lesen und natürlich auch über das Schreiben nach, erwähnt Gegenwärtiges wie Vergangenes und betrachtet ausführlich die literarischen Arbeiten anderer Autoren. Dabei dringt Kunert tief in die Geisteshaltung der Kreativen ein und erläutert in zahlreichen Anekdoten deren Lebensumstände. Er zeigt die Prägung eines Schreibenden durch Erlebtes, gar Erlesenes und schließt dann mit einem Abgesang, nicht auf die Literatur, sondern nur auf einen bestimmten Typ Autor.

Samstag, 7. Juli 2012

yWriter und Dokumentvorlagen

CeltX gefällt mir ganz gut. Es gibt aber noch mehr hilfreiche Programme. Eine Alternative wäre yWriter. Auch spezielle Dokumentvorlagen kann man verwenden. Ich werde mir alles in Ruhe anschauen.

Sonntag, 1. Juli 2012

Celtx, ein Schreibprogramm für Autoren

Natürlich gibt es die kostenlose Software schon länger. Man kann sie zum Schreiben von Romanen, Hörspielen, Theaterstücken und Drehbüchern nutzen.
Vor einigen Jahren habe ich Celtx ausprobiert, kam damit aber nicht klar. Ich fand das angebotene Menü zu kompliziert und verspürte deshalb keine Lust, mich gründlicher mit dem Programm zu befassen.
Heute habe ich wieder einmal mit Celtx herumgespielt, schaute ins Internet und entdeckte schließlich auf YouTube nützliche Hinweise, die das Arbeiten mit dem Programm zeigten. Besonders gefiel mir ein Video, in dem man am Beispiel eines Drehbuches die Funktionsweise von Celtx erklärte.
So schwer ist es also gar nicht.

Sonntag, 24. Juni 2012

Link zu einem Elsterconbericht

Nachtrag: Gestern schrieb ich nur ein paar subjektiv gefärbte Worte über das Leipziger Congeschehen. 
Einen ausführlichen Bericht mit Bildmaterial gibt es, wie ich eben gesehen habe, auf dem Portal für Deutsche Science Fiction. 

Samstag, 23. Juni 2012

Elstercon 2012

Am Samstag, d. 23. Juni 2012 besuchte ich den Con. Er stand unter dem Motto "Wege durch Dampf und Rauch". Genügend Fahrzeit plante ich von Roßlau bis Leipzig ein. Weil die Parkplatzsuche in der Nähe des Gerichtsweges jedoch eine ganze Weile dauerte, verpasste ich leider ein paar interessante Veranstaltungen.
Wenigstens nahm ich noch einen positiven Eindruck von der 12 Uhr Lesung mit.
Heidrun Jänchen bestritt sie zusammen mit Julia V. Köber. Auf die erstgenannte Autorin war ich sehr neugierig gewesen.
Ihre Story über emotionale Intelligenz in Verbindung mit einem Raumschiff fand ich durchaus hörenswert. Eine weitere Geschichte stellte Heidrun Jänchen, die sehr sympathisch wirkte, am Ende der Lesung nur noch kurz vor.
Nebenan präsentierten etliche Verlage ihre Bücher, Autoren waren natürlich auch vor Ort. Neben den Neuerscheinungen und dem üblichen Programm lagen auch herrlich alte Schwarten. Mir fielen besonders einige vergilbte Bücher von Kurd Laßwitz auf.


Foto: H. Schubert  

Mittwoch, 30. Mai 2012

"Das Mühlenmärchen"

Zur Zeit erstelle ich ein Bühnenstück mit dem Titel "Das Mühlenmärchen". Grundlage dafür ist ein Text von Liane Fischer. Seit Jahren ist sie Mitglied der Autorengruppe "Federkiel", die ich früher einmal geleitet habe. Die Roßlauerin schreibt Gedichte und vor allem Kindergeschichten.

Samstag, 26. Mai 2012

PKD

Bei 1LIVE konnte man sich das Hörspiel "Die drei Stigmata des Palmer Eldritch" von Philip K. Dick ( 2012, Produktion WDR) herunterladen. Das habe ich getan. (Der Hinweis stammt übrigens aus dem SF-Netzwerk.) Die Eigenheiten der Figuren und der ungewöhnliche Stil des Autors wurden im Hörspiel überzeugend umgesetzt. Immer wieder überrascht es mich, wie intensiv Stimmen, im Gegensatz zum trockenen Buchtext, wirken können.
Zu PKD gibt es etliche Websites in deutscher und englischer Sprache. Ein Lesezirkel zum Roman "Zeit aus den Fugen" läuft aktuell hier.
Weitere Links zum Autor führen nach Polen bzw. Dänemark (engl.).
Ein SF-Hörspiel, allerdings nicht von PKD, ist "Futur III" (2012, Produktion WDR), das am 12.6.2012 ab 23.00 Uhr bei 1LIVE gesendet wird. Ich werde es mir sicher auch herunterladen.

Dienstag, 8. Mai 2012

"Mord unter Freunden" von Maria Ernestam

Vor mir liegt liegt die deutsche Erstausgabe des schwedischen Romans (btb 2009). Es gibt ihn auch als ebook, allerdings im epub Format.
Mir widerstrebt es, "Mord unter Freunden" unbedingt als Krimi zu behandeln.
Viele funktionieren nach folgendem Schema: Anfangs wird die Tat möglichst schrecklich und blutig dargestellt, dann ist da ein sympathischer Polizist, der das letzte (junge, weibliche) Opfer nach vielen Irrungen und Anschlägen vor dem gemeinen Mörder rettet.
Die Autorin geht in ihrem Roman viel subtiler vor. Eine Agentur wird gegründet. Sie basiert auf der Geschäftsidee, gegen Bezahlung die Probleme anderer Leute zu lösen. Doch dann wird ein Mord verlangt und die Geschehnisse nehmen ihren Lauf.
Die Handlung ist davon geprägt, wie sich Menschen zueinander verhalten, wie sie in Abhängigkeiten geraten und sich daraus zu befreien suchen. Kompliziert und vielschichtig sind diese Beziehungen. Trotzdem ist der Roman mit einer Leichtigkeit geschrieben, die das Lesen zu einem Genuss macht.

Samstag, 5. Mai 2012

"Science Fiction - aber ohne Zeitreisen" von Uwe Post

Foto: H. Schubert
Auf dem Baum vor meinem Fenster sitzt jeden Tag ein braunes Eichhörnchen. Es ist niedlich wie Spike, der allerdings grau aussieht und mit solchem Computerkram wie Speicher und Betriebssystem vollgestopft ist. Das Grauhörnchen stammt aus der flott geschriebenen Geschichte "Petware". Die wiederum gehört zum Erzählband "Science Fiction - aber ohne Zeitreisen" (ebook) von Uwe Post.
Darin stehen zwölf Storys, die unterschiedliche Themen behandeln. Außer "Petware" gefällt mir u.a. besonders noch eine Alternativgeschichte. Sie wirkt neben der Grundidee dadurch, dass der Autor seinen Protagonisten Visionen  erleben läßt, die im Gegensatz zur Realität stehen.

Freitag, 4. Mai 2012

"Die Straße" von Cormac McCarthy

Ebooks sind nicht schlecht. Doch die Konkurrenz durch ein Buch, dessen Seiten ich beim Umblättern zwischen meinen Fingern spüren kann, ist groß. Wenn dann noch die ersten Sätze des Buches es vermögen, mich sofort zu fesseln, hat alles andere keine Chance mehr.
So ging es mir mit "Die Straße" (rororo Taschenbuch, 2008) von Cormac McCarthy. Es ist die Geschichte eines Mannes und eines Kindes, die nach einer Katastrophe überleben.
Der Autor beschreibt, was geschieht. Er verfällt nicht der Versuchung, diese Zeit bildreich, eindringlich darzustellen, zu übertreiben. Sein sparsames Umgehen mit Wörtern hat den Effekt, dass diese an Bedeutung gewinnen und so das Grauen einfangen.

Dienstag, 1. Mai 2012

Weihnachtsfeier für Obdachlose in Hannover

Der Sänger Frank Zander hat es vorgemacht. Er veranstaltet seit Jahren in Berlin eine Weihnachtsfeier für Obdachlose. Eine löbliche Aktion, wie ich finde.
Die Hannoveraner ziehen nach. In der Stadt, die sich an dem Fluss Leine befindet, ist vor kurzem ein ebensolches Vorhaben angelaufen, das von Wingenfelder und dem Verein KrAss UnARTig präsentiert wird. Auch Manfred Ilsemann, Initiator der beiden "Phantastische Zeiten Story-Awards", ist daran beteiligt. Er sucht dieses Mal keine Geschichten, sondern wird die Versteigerung von Sachspenden durchführen.

Montag, 30. April 2012

Ausschreibungen 2012

Schreibwettbewerbe gibt es immer wieder im Web. Der Uschtrin Verlag hat etliche zusammengefasst. Man erhält die aktuellen Ausschreibungen über den Newsletter des Verlags. Außerdem habe ich noch zwei Wettbewerbe gefunden, die vielleicht auch für Autoren interessant sein könnten.
Das Buchjournal sucht Kurzgeschichten zum Thema "Gut gemeint" und der Bundesanzeiger Verlag will Storys, die zum Motto "Grenzenlos spannend" passen. Aber wie immer bei meinen Hinweisen gilt; jeder sollte sich selbst genau über die Teilnahmebedingungen informieren.

Sonntag, 29. April 2012

"Die Prophezeiung" von Krystyna Kuhn

Das Jugendbuch ist der vierte Band der Reihe "Das Tal - Season 1". Man kommt gut in die Handlung hinein, auch ohne die Vorgeschichte zu kennen. Zwischen den Kapiteln sind Ausschnitte aus dem Grace Dossier eingefügt. Sie geben Rückblicke auf vergangene Ereignisse, stehen jedoch in Verbindung zu den Abenteuern von Katie, Robert und David.
Die Jugendlichen wollen Benjamin helfen, der im Krankenhaus liegt und um sein Leben ringt. Sie folgen dem Weg, den er vor seinem Zusammenbruch gegangen ist, um heraus zu finden, was er zu sich genommen hat. Doch dann machen sie eine unglaubliche Entdeckung.
"Die Prophezeiung" (1. Auflage 2011, Arena Verlag GmbH, Würzburg) ist ein hervorragend geschriebener Mysterythriller, in dem natürlich nicht alle Handlungsfäden aufgelöst werden. "Das Tal - Season 1" ist schließlich eine Reihe. Ein sinnvoller Abschluss erfolgt sicher im fünften Band oder sechsten oder...

Samstag, 28. April 2012

"Böse Dinge geschehen" von Harry Dolan

Autoren haben ihre ganz eigenen Probleme. Sei es mit der Motivation zum Schreiben, mit Blockaden oder auch mit Verlagssuche, Lektoraten u.ä. Im Internet gibt es genügend Foren, die sich damit befassen. Aber eines müssen Autoren unbedingt können, nämlich Ideen entwickeln, fortführen und eine Handlung bis zum Schluss durchdenken. Harry Dolan gelingt das in seinem Buch perfekt.
Der Kriminalroman "Böse Dinge geschehen" (dtv premium München, deutschsprachige Ausgabe 2010) spielt im Umfeld von Autoren. Dolan schreibt also über ein Metier, in dem er sich auskennt.
Im Roman geht es um den Redakteur einer Online-Krimizeitschrift. Er ist der erste, der ermordet wird. Doch es bleibt nicht bei einem Toten.
Der neue Lektor David Loogan will die Morde aufklären, was der zuständigen Ermittlerin keineswegs gefällt. Schließlich geraten auch sie in Gefahr.
Karin Slaughter und James Patterson finden für den Roman lobende Worte, die werbeträchtig auf dem Buchumschlag stehen. Und sie stimmen!

Mittwoch, 25. April 2012

"Der Japaner im Kofferraum" von Frank Fischer

Wer viel mit Menschen zu tun hat, kann auch was erzählen. Frank Fischer, ein ehemaliger Soziologiestudent, der nun Taxifahrer, Autor und auch Blogger ist, hat sämtliche Typen kennengelernt. Im Buch "Der Japaner im Kofferraum"  (Knaur Taschenbuch Verlag, 2011) verarbeitet er seine Erfahrungen mit den Fahrgästen, der Polizei, den Kollegen und Verkehrsteilnehmern. Teils sind die geschilderten Erlebnisse amüsant, teils sind sie ernst. Wissenswertes erfährt der Leser fast nebenbei. Frank Fischer schreibt über seltsame Taxifahrergesetze, vergleicht die Preise für die Beförderung in verschiedenen deutschen Großstädten und erläutert, wie ein Taxischein für Berlin erworben werden kann.

Sonntag, 25. März 2012

"Nichts für starke Nerven" von U. S. Levin

Normalerweise lese ich gern dicke Wälzer, vorausgesetzt der Inhalt fesselt mich ausreichend. Doch an den Büchlein von U. S. Levin kann ich grundsätzlich nie vorbeigehen. Das neuste "Nichts für starke Nerven", trägt den Untertitel "Satiren zur homöopathischen Anwendung". Das kleine Buch hat mich voll erwischt, als ich gerade etwas kränkelte. Es passte witzigerweise genau auf meine derzeitige Situation. Die 94 Seiten waren schnell durchgelesen. Wie immer in Levins Werken fand ich viel Wahres. Wie immer schreibt der Autor in der Ich-Form. Wie immer übertreibt er schamlos, was natürlich das Vorrecht eines Satirikers ist. Denn auf die Wirkung kommt es an. Ich scheine zur Zielgruppe zu gehören; ich musste herzhaft lachen.
Zum Beispiel: Die Titelgeschichte. Aus lauter Gefälligkeit kommt er in die Psychiatrie, aber nicht mehr hinaus. Nur die Flucht kann ihn retten, doch gelingt sie ihm wirklich?
Auf typisch Levinsche Art spielt er mit den Möglichkeiten, Zufällen und Peinlichkeiten, die einem Normalbürger passieren können. Meiner Meinung nach ist dieses Büchlein das beste, was der Autor je geschrieben hat.
Ich muss unbedingt noch auf die Zeichnungen des Illustrators Peter Dunsch hinweisen, denn sie runden das Ganze erst ab. Durch sie erhalten die lustigen Kurzgeschichten die richtige Würze.
U. S. Levin führt jede Menge Lesungen durch, die stets gut besucht werden. Wer den Autor da einmal erlebt hat, wird seine Geschichten immer mögen.

Montag, 12. März 2012

"Chinesisch - Superleicht!"

Zhonghua Renmin Gongheguo heißt das Land, das den großen Kong Qui hervorgebracht hat. Die erste fremdartige Bezeichnung steht für China, die zweite ist der eigentliche Name des Philosophen Konfuzius.
Wie komme ich nun darauf? Alles hat damit angefangen, dass ich ein Geschenk für ein Kind suchte. Es schrieb mit wachsender Begeisterung chinesische Schriftzeichen nach und ich wollte unbedingt sein Interesse unterstützen.
Nach kurzer Zeit fand ich "Chinesisch - Superleicht!" aus dem Dorling Kindersley Verlag. Das Büchlein ist etwas für Anfänger. Die Seiten sind bunt und ansprechend gestaltet. Eine Audio CD liegt bei. Es wird jedoch kein trockener Lehrstoff vermittelt. Im Gegenteil. Auf sympathische Art und Weise lernt der Leser, neben den Vokabeln, etwas über die Sprache und das Leben im fernöstlichen Land. Man bekommt Lust, mehr über Kultur und Geschichte zu erfahren. Und natürlich auch über Kong Qui, Konfuzius.

Donnerstag, 1. März 2012

Polen, Ostseeküste und Autorinnen

Bisher bin ich dreimal in Polen gewesen. Doch was weiß ich eigentlich vom Nachbarland, außer, dass die Leute dort hilfsbereit und nett sind? Etwa, dass es herrliche, naturbelassene Sandstrände an der Ostsee gibt?

Foto: H. Schubert
Dass überall neue Straßen gebaut werden? Dass im südöstlichen, urwaldähnlichen Bieszczady Nationalpark noch Bären und Wisente leben? Dass die Kathedrale in Krakau imposant und vor allem geschichtsträchtig ist? Und schließlich, was weiß ich von polnischen Autoren? Der Name Stanislaw Lem ist mir ein Begriff. Doch dann muss ich überlegen. Mir fällt niemand mehr ein, erst recht keine Autorinnen und schon gar keine zeitgenössischen. Also mache ich mich kundig und lese von Magdalena Tulli und ihrem Buch „In Rot“. Ich finde bei btb das Taschenbuch „Unrast“ von Olga Tokarczuk. Bei amazon gibt es „Bambino“  von Inga Iwasiow auf polnisch und ich entdecke auch noch einige Werke von Natasza Goerke, die jetzt in Hamburg lebt.

Mittwoch, 1. Februar 2012

HörbuchFM

Bereits vor längerer Zeit bin ich auf die Website HörbuchFM gestoßen. Sie bietet Informationen zum Literaturbetrieb, zu Büchern, Hörspielen und zu Leuten aus dem kulturellen Bereich an. Als regelmäßiger Besucher der Website bin ich immer wieder von der Vielfalt der Beiträge angetan. Gestern erfuhr ich vom Produzenten des Ohrland Verlages, dass "Der Schweif des Diabolus" dort am 12. Februar 2012 um 20.00 Uhr gesendet wird. Mehr Informationen kann man dem Blog des Ohrland Verlages entnehmen.
Am 7. Februar um 22.00 Uhr findet in Peter Illmanns Krimishow, ebenfalls auf HörbuchFM, ein Interview mit dem Schauspieler Fritz Stavenhagen statt, der im Hörspiel die Figur des Dr. Meridians darstellt.

Sonntag, 22. Januar 2012

Filmfestival in Frankreich

Bemerkenswert finde ich die Seite http://www.myfrenchfilmfestival.com/de/presentation . Für User aus Deutschland scheint das Ansehen der Filme kostenlos zu sein. Aber jeder sollte sich selbst ein Urteil bilden.

Samstag, 7. Januar 2012

E-Books zum Ausleihen

Unter www.biblio24.de gibt es eBooks zum Ausleihen. Begeistert wollte ich das Angebot nutzen. Leider kam die Ernüchterung schnell, als ich den Hinweis las, dass die eBooks nicht auf den Kindle herunterladbar sind. Schade!

Freitag, 6. Januar 2012

Verschlungen: "Korona" von Thomas Thiemeyer und "Kalte Stille" von Wulf Dorn

Nicht nur die Klassiker interessieren mich, sondern auch zeitgenössische Autoren mit ihren Werken. In der letzten Zeit habe ich die Romane „Korona“ von Thomas Thiemeyer und „Kalte Stille“ von Wulf Dorn gelesen. Thomas Thiemeyer vermengt in seinem Mysterythriller die Darstellung ungewöhnlicher Wetterphänomene mit den Erlebnissen einer Expedition, die in Afrika das Verhalten von Gorillas erforscht. Dazu kommt das Geheimnis um einen ehemaligen Strafgefangenen und rätselhafte, ins Phantastische übergehende Ereignisse, die immer mehr die Handlung dominieren. Eine ausführliche, sehr schöne Rezension zu „Korona“ hat übrigens Markus Mäurer für "Fantasyguide" geschrieben. Er führte mit Thomas Thiemeyer auch ein Interview . Autor Wulf Dorn ist eine absolute Neuentdeckung für mich. Sein Thriller "Kalte Stille" ist unglaublich fesselnd. Es geht darin um den Psychiater Forstner, dessen Bruder vor Jahren verschwand. In der selben Nacht stirbt auch sein Vater bei einem Unfall. Forstner hat seitdem Schuldgefühle. Er sucht den Entführer seines Bruders und kommt dem Täter dabei immer näher.