Freitag, 20. Dezember 2013

Grüße


Bei YouTube habe ich ein älteres Video entdeckt. Diesmal hat es nichts mit Autoren oder dem Schreiben zu tun. Es ist einfach nur gut gemacht.
In dem Sinne wünsche ich allen stressfreie Weihnachten und ein gesundes neues Jahr!

Sonntag, 15. Dezember 2013

Struktur in einem Roman oder wie finde ich zielgenau zum Ende des Werkes

Schon einmal habe ich geschrieben: Autoren kennen das.
Ich wiederhole mich also. Mit voller Absicht. Denn es geht um Struktur, um den roten Faden, um die Richtlinie in einem Roman.
Wie schaffe ich es, mich in der Mitte des Manuskriptes nicht zu verzetteln?
Als erstes ist es günstig, vor Beginn des Schreibens ein grob orientierendes Exposee zu verfassen, in dem die Idee, die Handlung der Hauptfiguren und vor allem der Schluss festgelegt sind.
Wer einfach drauflos schreibt, kann durchaus bis zum Ende damit durchhalten.
Besser ist es jedoch, zu vermerken, was die einzelnen Figuren wollen und wie sie diese Ziele erreichen. Die Notizen können im Laufe des Schreibprozesses variieren, bis die Handlung stimmig ist.
Eine weitere Möglichkeit ist, fortlaufend für jedes Kapitel ein Miniexposee zu erstellen. Dann kann es nicht passieren, dass man an irgendeiner Stelle des Manuskriptes stockt und den Faden verliert. 
Und dann das Ende, das Wichtigste im Romans. Wie unbefriedigend ist es für einen Leser, wenn nach 300, 400 Seiten die Handlungsstränge nicht zusammen geführt werden, sondern irgendwo im Sand verlaufen.
Halt! Ich wiederhole mich jetzt nicht, sondern verbessere nur. Das Wichtigste beim Schreiben eines Romans ist nicht der Schluss, sondern die Motivation, der Wille des Autors, die Sache bis zum allerletzten Wort durchzuziehen.

Sonntag, 8. Dezember 2013

Wieder Hörspiele

Ich schaue einmal nicht auf das Krimiangebot von 1LIVE und schon verpasse ich etwas. Am 28. November wurde "Junge" vom Autor Max v. Malotki gesendet. Der Beschreibung nach scheint das Hörspiel genau meinen Geschmack zu treffen. Wie gut, dass man es nach der Sendung noch downloaden kann.
Dann darf ich am 19. Dezember 2013, 23.00 bis 24.00 Uhr, keinesfalls den ersten Teil von "Der Poet" verpassen. Autor ist Michael Connelly. Der zweite Teil kommt am 26. Dezember um die übliche Zeit.
Auch im neuen Jahr geht es weiter. "Darwins Lücke" von Eugen Egner wird am 2. Januar 2014 gesendet.

Sonntag, 1. Dezember 2013

Sortieren von Notizen

Autoren kennen das. Man ist unterwegs, die Gedanken wandern und plötzlich hat man eine tolle Idee nach der anderen. Leider sind diese Einfälle meistens flüchtig. 
Was bleibt einem übrig? Rechts ranfahren, eine Notiz machen, weiterfahren.
Im Laufe der Zeit sammeln sich dann Zettelberge, die irgendwo herumliegen.
Noch schlimmer ist es bei der Arbeit an einem Roman. Es geht um Figurencharakteristik, Handlungsabläufe, Orte, allgemeine Notizen, die man noch einfügen will.
Wie sortiert man nun den ganzen Haufen an Informationen?
Ich habe viel ausprobiert. Die Sache mit den Zettel fand ich zu unübersichtlich und ließ es bald bleiben.
Dann habe ich mir ein dickes Heft geholt und die Infos dort vermerkt. Es kamen etliche Seiten zusammen, auf denen ich mich dann irgendwann nicht mehr zurechtgefunden habe.
Eine Weile besaß ich ein Kästchen, in dem ich beschriftete Karteikarten nach Buchstaben sortierte. Fand ich ebenfalls zu aufwändig.
Mit dem Programm Celtx kann man zwar auch Romane schreiben und Personen, Orte u. dergleichen einfügen. Doch selbst das stört mich, wenn ich meine Gedanken niedertippe.
Also habe ich es so einfach wie möglich gemacht. Ich bastelte mir eine Tabelle in Word zurecht, die ich nach Belieben erweitern und bearbeiten kann.
Dort ist alles drin. Notizen, wie viele Kapitel ich brauche, was in jedem einzelnen passieren soll, wie viele Seiten es jeweils umfasst, Protagonisten, Nebenfiguren und mehr.
Wenn ich nicht am Computer sitze, schreibe ich doch auf Zettel und übertrage später alles in Word.
Der Clou ist eine winzige Exceldatei am Schluss. Da gebe ich die aktuelle Zeichenanzahl mit Leerzeichen ein und sie rechnet mir sofort aus, wie viel Prozent vom Ganzen ich am Tag geschafft habe.

Mittwoch, 27. November 2013

Meine Meinung zu "Hirngespinste" von Markus Orths

Die Hörspiele der Genre SF, Fantastik und Krimi, denen ich gelauscht habe, trafen bisher immer meinen Geschmack. Da kann ich überhaupt nicht meckern.
"Hirngespinste" sortierte ich gedanklich ebenfalls zur Fantastik ein und freute mich schon auf das Hörerlebnis.
Was dann schließlich auf meine Ohren traf, überraschte mich völlig.
Das Werk "Hirngespinste" ist nämlich eine Satire. Es geht darin um den Schriftsteller Martin Kranich, der nach Bestätigung und Anerkennung giert. Abhängig von der Gunst des Verlegers und des Publikums, muss er sich mit Ablehnung und Zweifel herumplagen. Dadurch gerät er in eine Schreibhemmung, die er mit Hilfe eines Neurologen beseitigen will.
Das Geschehen ist sehr amüsant. Ich musste oft lachen. Ein Highlight ist das Gespräch zwischen Schriftsteller und Verleger (und Navistimme) während einer Autofahrt. 
Ein weiteres ist die Lesung, die für Martin Kranich gar nicht gut läuft und dann die Sache mit der Nichte, aber mehr verrate ich nicht.
Es ist kein vordergründiger, gar bissiger Humor, der einem im Hörspiel geboten wird. Eher ist es Komik, die sich aus den Handlungen, den Reaktionen der Protagonisten ergibt.  
Ich habe das Hörspiel sehr gern gehört.
Markus Orths. Wieder ein Autor, den ich mir merken muss. Meine Liste wird immer länger.

Freitag, 22. November 2013

"Hirngespinste" von Markus Orths

Wieder habe ich ein interessantes Hörspiel gefunden, das allerdings bereits am 12. November 2013 beim WDR 5 gesendet wurde. Doch es gibt eine Möglichkeit zum Download, die ich natürlich nutzen werde.
In "Hirngespinste" soll es um eine Schreibblockade gehen.
Ich denke, jeder Autor hat so etwas schon erlebt. Es gehört viel Disziplin dazu, regelmäßig zu schreiben. Pausen müssen eingeschoben werden, um sich vom Stoff abzulenken. Auch, wenn das Schreiben gerade Suchtcharakter annimmt. Dann die Sache mit den Selbstzweifeln, die man in der Schaffensphase nicht zulassen darf. Sonst kann man gleich alles in die Ecke werfen.
Tja, so eine Schreibblockade ist nicht ganz einfach.
Mal hören, wie der Autor Markus Orths mit dem Thema umgeht und was er mit seiner Magnetstimulation anstellt. Das Hörspiel scheint also mindestens ein fantastisches Element aufzuweisen.

Sonntag, 17. November 2013

Pinnwand ist wieder funktionstüchtig

Ich hatte vor einer Weile Probleme mit den Gadgets in meinem Blog. Die Pinnwand, die ich ab und zu aktualisiert habe, reagierte nicht mehr auf meine Eingaben. Mir blieb nur übrig, alles zu löschen. Einige Daten sind dadurch leider untergegangen.
Sorry, wen es betraf. Die E-Mails mit den Infos waren längst weg.
Jetzt ist die Pinnwand wieder da und in Ordnung. Ich hoffe, dass es so bleibt.

Mittwoch, 13. November 2013

Japanische SF/ Fantasy

Haruki Murakami ist ein Autor, von dem ich zwar noch nichts gelesen habe, dessen Name mir aber bekannt ist. Irgendwie bin ich über ihn auf eine Website zur japanischen Literatur gelangt, die ich unbedingt erwähnen möchte.
Dort werden Bücher besprochen und in Genres zusammengefasst.  Die Rezensentin erwähnt da auch lobend den Roman "Battle Royale", der bereits Jahre vor "Die Tribute von Panem" erschienen ist. Beide Bücher sollen Gemeinsamkeiten aufweisen.  Ein Grund für mich, mir "Battle Royale" vom japanischen Autor Koushun Takami zu besorgen, denn "Die Tribute von Panem" kenne ich schon.
Haruki Murakami lässt mich aber auch nicht los. Auf alle Fälle möchte ich sein neues Buch "Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki" lesen oder "Die unheimliche Bibliothek" oder "1Q84" oder...

Samstag, 9. November 2013

Zeit

Scharen von Autoren haben sich schon mit ihr befasst. Man denke nur an Zeitreisen, die immer ein beliebtes Sujet in der SF-Literatur sind. Sachbücher werden geschrieben, um diese physikalische Größe genau zu definieren. Philosophen nutzen den Begriff, um logische Zusammenhänge zu verstehen, zu erklären.
Zeit kommt immer und überall vor. Es ist ein Phänomen, das jeden betrifft. Es gibt nichts, was nicht in irgendeiner Weise damit zu tun hat.
Bei YouTube habe ich etwas dazu gefunden. Zum Zeitvertreib kann man es gern hier anschauen.

Sonntag, 3. November 2013

"Donnie Darko", ein Film von Richard Kelly

Der Film kam neulich erst wieder. Ich kann mich daran erinnern, dass ich ihn vor Jahren schon einmal gesehen habe. Damals fand ich ihn sehr verwirrend, aber auch erfrischend, etwas lustig, traurig und gut. Ja. Alles zusammen.
Regisseur und Drehbuchautor: Richard Kelly.
Die erste Szene war schon genial. Donnie, der perfekt von Jake Gyllenhaal gespielt wurde, lag schlafend auf der Straße. Daneben das Fahrrad. Er stand auf, sah zu, wie der Tag begann, lächelte und fuhr nach Hause.
Vieles ist mir im Lauf der Zeit schon entfallen. An die Psychiaterin und die alte Frau konnte ich mich nicht mehr erinnern. Auch nicht, dass Donnies Mutter "It" von Stephen King las. Dabei hatte jede Figur, jede Einzelheit einen Sinn. Keine Szene war überflüssig. So musste es sein!
Eine Weile dachte ich, dass Donnie schizophren war. Dann wieder vermutete ich, die Psychopharmaka, die er einnehmen musste, waren schuld an seinen Halluzinationen. Nach einigen Hinweisen kam schließlich die Erkenntnis, dass seine Vorstellungen mit Zeitreisen zu tun hatten. Obwohl mir zum Schluss noch manches unverständlich blieb,  akzeptierte ich diese Erklärung für mich.
Ich würde sehr gern einmal das Drehbuch lesen und mit der filmischen Umsetzung vergleichen.

Dienstag, 29. Oktober 2013

Mingus" v. Keto von Waberer, 2. Eindruck

Ich habe das Buch nun bis zum Schluss gelesen. Die bereits erwähnte Idee der Autorin, mehrere Figuren selbst ihre Geschichten erzählen zu lassen, bringt neue Möglichkeiten hervor. Als Leser erfährt man so mehr über die Motive der Personen, über ihre Wünsche und Vorstellungen.
Die Geschichte entwickelt sich zum erwarteten Ende, dem Zusammentreffen von Mingus und Nin. Das letzte Kapitel ist ein durchaus würdiger Abschluss, der dem eines Märchens ähnelt.
Der Schreibstil Keto von Waberers erinnert mich ein wenig an den des Autors Cormac McCarthy. Auch er verwendet knappe, klare Sätze, die sich auf das Wesentliche beschränken.

Donnerstag, 24. Oktober 2013

"Mingus" v. Keto von Waberer, 1. Eindruck

Ein paar Minuten zum Lesen gönne ich mir immer. Gern greife ich auch nach Jugendromanen und verfolge, wie Autoren ihr Lesepublikum bei der Stange halten.
Für "Mingus", dtv 2012, habe ich nicht viel Zeit eingeplant. Knapp dreihundert Seiten sind eigentlich schnell durchgeschmökert. Aber ich habe mich dieses Mal geirrt. Es dauert doch eine ganze Weile, bis ich mit dem Buch fertig bin.
Woran liegt das? Die Sprache ist einfach, klar, ohne überflüssige Füllwörter, die das Geschehen verschleiern. Die Autorin Keto von Waberer verwendet abwechselnd sehr kurze und dann wieder längere Sätze. Das gefällt mir gut bei einem Jugendroman.
Jedes Wort ist in "Mingus" bedeutungsvoll, zeigt einen bestimmten Sinn. Szenen lassen sich nicht einfach überfliegen. Man wird gezwungen, langsam zu lesen.
Das ist es! Aber es macht großen Spaß. Ich ertappe mich dabei, dass ich zurück blättere und manche Passagen noch einmal wiederhole. Der ungewöhnliche Schreibstil gefällt mir fast besser, als die Geschichte selbst. Mit dieser Aussage will ich aber nicht die Story abwerten.
Sie ist in Kapitel aufgeteilt, die mit Namen überschrieben sind. Das ist wieder eine Sache, die mir ziemlich neu und deshalb bemerkenswert erscheint. Jede Person, die wichtig für die Handlung ist, erzählt im Präsens, wie sie das Geschehen erlebt.
Zu welchem Genre gehört nun der Roman?
Eingeordnet ist das Buch in der Bücherei unter Fantasy. Die Figuren sind aber realistisch dargestellt. Ich würde das Ganze eher als SF bewerten, denn es geht um Genmanipulation.
Mingus gehört zu einer neuen Gattung. Er ist weder Tier noch Mensch. Als sein Schöpfer stirbt, ergreift Mingus die Initiative, befreit eine junge Frau, wird gejagt und gefangen. Man trennt das neu erschaffene Wesen von Nin, mit der es unterwegs war. Beide versuchen, zueinander zu kommen, was immer wieder durch verschiedene Interessenskonflikte verhindert wird.
Soweit die Kurzform. Der Roman ist halb ausgelesen. Mein nächster Eindruck folgt, wenn ich fertig bin.  

Sonntag, 20. Oktober 2013

Penta-Con 2013 in Dresden

Wie jedes Jahr überlege ich, ob es mit der Fahrt nach Dresden zum Penta-Con klappen könnte. Aber ich vermute stark, wie jedes Jahr wird es auch dieses Mal nichts.
Doch das Programm ist für mich schon reizvoll. Podiumsgespräch, Vortrag, Lesung, Buchbasar, Vorstellung von SF-Kleinverlagen u.a.
Es findet die Verleihung des Kurd-Laßwitz-Preises 2013 statt. Autoren wie Rolf Krohn, Dietmar Dath, Wolfgang Jeschke, Dr. Karlheinz Steinmüller, Erik Simon und viele andere werden anwesend sein. Das ist schon eine interessante Sache.
Über den Link der Urania Dresden kommt man zum SF-Club TERRAsse, dort steht dann das Programm.
Hier der Termin: 8.11. - 10.11.2013 im "Palitzschhof", Dresden, Gamigstr. 24.

Dienstag, 15. Oktober 2013

Angewandte SF?

Ich habe heute endlich ein Buch erhalten, das ich vor ein paar Tagen bestellt habe. Und eben war im Buchreport eine Meldung, die dazu passte.
Es klingt wie SF, wird aber doch schon getestet.
Ich liebe den Fortschritt!
Auch wenn mir dabei sofort Möglichkeiten für missbräuchliche Handlungen einfallen.

Samstag, 12. Oktober 2013

Infos

Neuerdings kann ich bei meinem Blog nicht mehr auf die Gadgets zugreifen. Das heißt, es ist nicht möglich, zum Beispiel die Pinnwand, die ich für Neuigkeiten aller Art angelegt habe, zu bearbeiten. Ich konnte nur noch das ganze Gadget löschen. Auch ein neues einzufügen, klappt nicht mehr. Schade!

Ich gebe also die weiteren Infos an dieser Stelle ein.
Die Literaturzeitschrift "außer.dem" existiert schon seit 15 Jahren. Ihre 20. Ausgabe wird am 26. Oktober, 19.00 Uhr, im Lyrik Kabinett München, Amalienstraße 83 a vorgestellt.

Der 19. Dresdner Stadtschreiber wird für das Jahr 2014 gesucht. Hinweise dazu findet man auf der Website des Dresdners Literaturbüros.

Im Literaturhaus Magdeburg, Thiemstraße 7 findet am 6.11.2013, 17.00 Uhr, die Veranstaltung InterLese-Kolloqium: Bonjour-literatur statt.

Montag, 7. Oktober 2013

"Eine Billion Dollar" von Andreas Eschbach

Ich habe schon ein paar Bücher von Andreas Eschbach gelesen. Besonders gefiel mir bisher der Band "Eine unberührte Welt", der etliche Storys des Autors enthält.
"Eine Billion Dollar", Bastei Lübbe 2003, kannte ich noch nicht, also habe ich zugegriffen und mir das Buch geholt.
Zuerst einmal, es umfasst beinahe 900 Seiten. Sogar ich habe über eine Woche gebraucht, bis der Roman durchgelesen war. Aber wie viele Jahre hat Andreas Eschbach wohl daran geschrieben? Wie oft, wie lange wurde der Roman überarbeitet, bis er endlich fertig war?
Wenn ich schnell lese, plagt mich manchmal das schlechte Gewissen. Es scheint mir dann, als würdige ich die beachtliche Leistung des Autors nicht richtig. Doch schließlich schiebe ich es auf den Verfasser. Natürlich. Ich kann nichts dafür. Nur er trägt die Schuld daran, dass mich die Neugierde voran treibt und mir keine Ruhe lässt, bis ich das Ende des Romans kenne.
So ist es! Genau!

Der mittellose John Fontanelli erbt unerwartet eine Billion Dollar. Damit verknüpft ist eine fünfhundert Jahre alte Prophezeiung, die besagt, dass er der Menschheit ihre Zukunft wiedergeben wird.
Doch der Mann besitzt keine besonderen Talente oder gar eine außergewöhnliche Intelligenz. Wie soll er die Prophezeiung erfüllen? Wie kann er die vorherrschenden Probleme der Menschheit lösen? Wie kommt er überhaupt damit klar, der reichste Mann der Welt zu sein?
Mir gefällt die Hauptfigur des Romans sehr gut. John Fontanelli ist unauffällig, normal und muss sich der Herausforderung seines Lebens stellen. Der Autor Andreas Eschbach lässt ihn seinen Weg gehen, ihn Fragen stellen und nach den richtigen Antworten suchen. Und doch ist zum Schluss die Erfüllung der Prophezeiung anders, als man sich vielleicht vorgestellt hat.
"Eine Billion Dollar" ist zwar bereits vor zehn Jahren erschienen, hat für mich aber kaum etwas von seiner Aktualität verloren. Das Buch enthält jede Menge Denkansätze zur Wirtschaft, zur Finanzpolitik, zur Weltsituation überhaupt. Und trotz der Länge ist es kurzweilig. Man kann sich mit John Fontanelli identifizieren und leicht seinen Gedankengängen folgen.
Noch ein Tipp für Leser, die ebenfalls gern Bücher von Andreas Eschbach mögen: Im September 2013 erschien sein Roman "Todesengel".

Mittwoch, 2. Oktober 2013

Hinweis: Hörspiel "Sir Joe" von Bodo Traber

Wieder einmal habe ich auf 1LIVE die Ankündigung eines vielversprechenden Hörspiels entdeckt. Am 31.10.2013 wird von 23.00-24.00 Uhr "Sir Joe" gesendet. Natürlich muss ich es anhören.
Erneut lasse ich mich also von einem Autor überraschen, den ich vorher nicht kannte.

Sonntag, 29. September 2013

"Spiegelkind" von Alina Bronsky

Die Welt gehört den Normalos. Das weiß Juli genau. Freaks sind abscheulich und von Pheen weiß sie eigentlich gar nichts. Nur, dass sie noch schlimmer als Freaks sein müssen.
Doch dann verschwindet die Mutter des Mädchens. Juli entdeckt etwas, das ihr Leben völlig auf den Kopf stellt. Sie muss entscheiden, wem sie glauben kann.
"Spiegelkind", Arena 2012, ist ein Buch für Leser ab 12 Jahren. Die Autorin Alina Bronsky verwendet eine einfache, verständliche Sprache. Der Roman liest sich flüssig. Spannung ist immer vorhanden. Die Protagonisten sind lebendig dargestellt, mit ihren Widersprüchen. Auch das Ende der Handlung ist ungewöhnlich.
"Spiegelkind" hat also alles, was sich ein jugendlicher Leser wünschen kann.

Donnerstag, 26. September 2013

"Jasmyn" von Alex Bell

Der Roman handelt weder von kriegerischen Auseinandersetzungen, noch von Schwertern, Vampiren oder dergleichen. Natürlich sind schwarze Schwäne, die vom Himmel fallen oder Knochen, die plötzlich erscheinen und genauso schnell auch wieder verschwinden, Elemente des fantastischen Genres. Sie ergeben zusammen mit der faszinierenden Hauptfigur Jasmyn, einer Liebesgeschichte und dem Verweben von Legenden um König Ludwig  ein wunderschönes, trauriges Märchen. Man kann es nicht weglegen, bis die letzte Seite erreicht ist.
"Jasmyn" erschien 2012 als Taschenbuch bei rororo. Übersetzt wurde es von Alexandra Hinrichsen.

Mittwoch, 25. September 2013

"Joyland" von Stephen King

Es ist unbestritten, der amerikanische Autor kann Geschichten erzählen. Dieser Roman ist keine Ausnahme, auch wenn blutrünstige Szenen fehlen und die Handlung in "Joyland", (Heyne Verlag 2013, Übersetzer: Hannes Riffel) eher gemächlich langhin plätschert.
Im Buch geht es um einen Studenten mit persönlichen Problemen, der in den Siebzigerjahren in einem Vergnügungspark jobbt und seine Erfahrungen mit verschiedenen Leuten sammelt.
Ein alter Mordfall, Menschen mit seherischen Fähigkeiten, Geister. Alles ist in dem Roman enthalten. Man kann sagen, dass "Joyland" ein Kriminalroman ist, der mit Übersinnlichem gewürzt ist.
Stephen King kann Menschen glaubwürdig beschreiben. Sein Roman liest sich wie eine lose Plauderei unter Freunden, die Anstand und Ehrgefühl besitzen. Und doch ist da ein Mörder, der keinesfalls so freundlich gesinnt ist, wie er vorgibt.
Würde eine Punkteskala von 1 bis 10 existieren, bekäme "Joyland" von mir die höchste Note. Anders ausgedrückt: Ich habe den Roman sehr gern gelesen.

Sonntag, 14. Juli 2013

Eine Kurzwanderung

Beim Schreiben kommt es auch auf die unspektakulären Dinge an. So baut der Autor in seine Geschichte eine bizarre Nebenfigur ein, die dem Werk seine individuelle Note verleiht oder ein Tier, zu dem der Protagonist eine besondere Beziehung entwickelt. Die Aufzählung kann man beliebig fortführen mit Marotten, seltsamen Begegnungen, schrulligen Verwandten und mehr.
Was hat das jetzt mit einer Kurzwanderung zu tun?
Auch hier sind die kleinen Entdeckungen  erwähnenswert. Verharrt der Beobachter ein wenig, sieht er am Wegesrand das
Unkraut, blau, leuchtend oder bewundert die erste blühende Sonnenblume auf dem benachbarten Feld.

Er findet eine Baumgruppe, die unzähligen Lebewesen Zuflucht bietet. Geheimnisvoll und düster steht sie am Waldesrand.
Etwas entfernt liegt ein alter Schuh. Wem mag er gehören? Was ist hier geschehen?
Damit sind wir wieder beim Autor, dessen Fantasie durch diesen eher unscheinbaren Gegenstand angeregt wird.
Fragen erfordern Antworten. Und so entstehen Geschichten.

Mittwoch, 3. Juli 2013

Hinweis: Hörspiel "Die Beseitigung" von Eugen Egner

Wieder kommt ein interessanten Hörspiel in der Sendung 1LIVE Krimi. Und zwar morgen von 23-24.00 Uhr. Nach der Beschreibung könnte "Die Beseitigung" ein ungewöhnliches Hörerlebnis werden. Ich bin sehr gespannt auf die Geschichte des Autors Eugen Egners, von dem ich bisher noch nichts gelesen habe. Vielleicht erwarte ich aber auch zu viel? Mal sehen.

Samstag, 1. Juni 2013

"Dr. Who"

Erst sehr spät habe ich die Filme um den Timelord entdeckt. Aber dann fand ich sie sehenswert. "Dr. Who" soll die längste SF-Serie sein, die es gibt. Sie läuft wohl schon, mit Unterbrechungen, seit 1963. Ich habe also einiges nachzuholen.
Die Figur des Dr. Who wurde von verschiedenen Schauspielern dargestellt. Besonders gefällt mir Matt Smith, der in der 7. Staffel mitspielt. Die Folgen sind spannend, haben einen gut ausgedachten Handlungsfaden. Natürlich entsteht ein Film in Teamarbeit. Jedoch sollte nie vergessen werden, dass die Grundlage immer das Skript ist. Drehbuchautoren wie Steven Moffat, Russel T. Davies, Chris Chibnall, Douglas Adams und vielen anderen ist es zu verdanken, dass die Folgen voller skurriler, fantastischer Ideen sind.

Samstag, 18. Mai 2013

Kreativ sein

Es geht noch einmal um Ideenfindung für Autoren. Man kann auch eine der Techniken ausprobieren, die von Gedächtniskünstlern verwendet werden.
Wie funktioniert das? Man schreibt eine Zahlenreihe auf. Jeder Zahl wird ein Begriff zugeordnet, den man sich bildlich vorstellt.
Zum Beispiel:
1 = Leo
2 = Na (Chem. Element Natrium)
3 = Moa (Ausgestorbener, flugunfähiger Vogel)
4 = roh
5 = Tau u.s.w. bis 50 oder auch 100
Diese Reihe dient als gedankliches Gerüst, das nach Möglichkeit nie wieder vergessen werden sollte. Es ist ein bisschen aufwändig, sich eine längere Liste zu merken. Aber der nächste Schritt ist dann leichter.
Nun schreibt man zum Beispiel jede Menge Dinge auf, die noch zu tun sind. Diese werden im Kopf mit den Begriffen der gelernten Zahlenreihe verbunden. Je verrückter die Assoziationen sind, desto besser bleiben sie im Gedächtnis haften. Die Dinge, die man sich vornimmt, sind durch die bildhafte Vorstellung des gedanklichen Gerüstes, also der Zahlenreihe, jederzeit sofort abrufbar. Etwas Übung sorgt dafür, dass sich mit der Zeit sehr leicht Assoziationen bilden lassen. Neben einer verbesserten Merkfähigkeit steigt so auch die Kreativität eines Autors.
Ich habe diese Technik ausprobiert. Sie ist eigentlich kinderleicht und macht riesigen Spaß.

Dienstag, 14. Mai 2013

Spracherkennung

Wie schön wäre es, wenn man abends auf dem Sofa liegt, die müden Augen schließt und in Ruhe an einer Story bastelt. Die Sätze drängen heraus, wollen aufgeschrieben werden. Doch man macht keinen Finger krumm. Der Autor spricht seine Geschichte in ein Headset und die erscheint dann sofort als geschriebener Text im Computer.
Ist das nur Wunschdenken? Nein. Das gibt es schon. Am bekanntesten scheint die  Dragon Software zu sein.
Für Autoren, die es gewohnt sind, ihre Einfälle aufzuschreiben oder in den Computer zu tippen, ist die Arbeit mit dem Programm sicher eine Umstellung. Ich denke, dass es Probleme gibt, den gesprochenen Text in eine gut formulierte schriftliche Story umzuwandeln. Aber vielleicht irre ich mich ja auch.

Freitag, 10. Mai 2013

Kreativität

Ein Autor ohne Ideen? Undenkbar! Trotzdem brauchen Schreibende manchmal etwas Hilfe, um an Einfälle zu kommen. Es gibt viele Methoden, mit denen Assoziationen erzeugt werden können. Aus solchen Gedankenverbindungen entstehen dann leicht Ideen, die schließlich als Basis für einen Text dienen.
Die Techniken Brainstorming, Clustering und Mindmapping ähneln sich etwas. Im Mittelpunkt steht ein Wort oder Thema. Drumherum vermerkt man alles, was einem dazu einfällt. Es ist egal, wie abwegig das ist. Der Geist ist frei, auf der Suche nach Ideen. Er lässt in dieser Phase auch das Unmögliche zu. Das anschließende Sortieren kann dann oft schon überflüssig sein.
Autoren, die das kreative Arbeiten am Computer schätzen, nutzen spezielle Programme. Da wäre die FreeMind Software. Das Tool habe ich schon ausprobiert. Die Bedienung ist einfach. Es macht Spaß, auf diese Weise die eigene Fantasie zu stimulieren. Man kann FreeMind aber auch für andere Aufgabengebiete verwenden.
XMind ist ein weiteres Programm, das ebenfalls kostenlos ist. Damit habe ich jedoch noch keine Erfahrungen gesammelt.

Mittwoch, 13. März 2013

"Rabenschwärze - Das Mädchen aus Istland" von Markus Kammer

Immer wieder gern tauche ich in die Welt der Bücher ein. Es ist eigentlich unwichtig, ob meine Lektüre ein Krimi, ein zeitgenössischer Roman oder ein SF-Abenteuer ist. Mir ist allerdings durchaus klar, dass ich, als Autorin, andere Werke kritischer anschaue. Wenn es nun einem der Schreibenden gelingt, mich diesen absichtlich geschaffenen Abstand zum fremden Buch vergessen zu lassen, dann bin ich nur noch Leser. Dafür aber mit Leib und Seele.
Bei Markus Kammer hat es geklappt. Sein E-Book "Rabenschwärze - Das Mädchen aus Istland" (Fantasy) hat mich beeindruckt. Die ersten Sätze eines Romans finde ich immer sehr wichtig. Durch einen guten Anfang kommt man schnell in die Geschichte hinein. Der Autor beginnt schnörkellos vom Mädchen Elsa mit den seltsamen Augen zu erzählen. Es wird entführt, bedroht und muss sich in verschiedenen Welten zurechtfinden.
Beim Lesen habe ich mich gewundert. Die Schreibweise war kaum die eines Mannes. Im Netz fand ich schließlich des Rätsels Lösung. Markus Kammer ist das Pseudonym einer Autorin.

Sonntag, 3. März 2013

Hörspiel "Road of the Dead"

Und wieder habe ich etwas für mich entdeckt. Vor Jahren las ich das bemerkenswerte Jugendbuch "Road of the Dead" von Kevin Brooks. Auf 1LIVE gibt es am 7. März von 23.00 bis 24.00 Uhr das Hörspiel dazu. Es wurde 2013 vom WDR produziert. Die Hörprobe erzeugte dieselbe eigentümliche Stimmung, die auch charakteristisch für den Roman war.
Vielleicht lese ich das Buch noch einmal. Dann kann ich vergleichen, wieviel von ihm in die Hörfassung übernommen wurde. Das finde ich recht interessant. Welche Schlüsselszenen dienen dem besseren hörbaren Verständnis? Was hat man weggelassen? Und schließlich, wie überzeugend stellen die Sprecher Kevin Brooks Figuren dar?

Samstag, 16. Februar 2013

"Die Kunst des klugen Handelns" von Rolf Dobelli

Das Buch (Carl Hanser Verlag München, 2012) trägt den Untertitel "52 Irrwege, die Sie besser anderen überlassen".
Sicher kann man die Lernmethode von Versuch und Irrtum anwenden und sich einige Kenntnisse aneignen. Oder aber, man nimmt gleich Rolf Dobellis Buch zur Hand und gelangt auf diese Art zu Wissen.
Der Autor geht in "Die Kunst des klugen Handelns" psychologischen Phänomenen nach, erklärt anschaulich verschiedene Effekte und nimmt liebgewonnene lllusionen unter die Lupe. Er schreibt über Formen der Ablenkungen, über Neid, Reue, aber auch über Fähigkeiten, Glück und Unglück.
Das Vorwort beginnt mit einem kurzen, aufschlussreichen Zitat. Es stammt aus einem Gespräch, das der Papst mit Michelangelo geführt hat. Die farbigen Illustrationen passen zum jeweiligen Thema und wurden von El Bocho und Simon Stehle angefertigt. Den Umschlag gestaltete Birgit Schweitzer.
Rolf Dobelli hat auch den Ratgeber "Die Kunst des klaren Denkens" geschrieben, der bereits im Jahr 2011 erschien.

Samstag, 26. Januar 2013

Auf Büchersuche

Ich will mir wieder etwas Lesestoff zulegen und informiere mich deshalb auf Verlagswebsites über Neuerscheinungen.
Reizen würde mich zum Beispiel "Die Kunst des Erzählens" von James Wood (rororo, 1.2. 2013). Die Ansichten eines Romankritikers sind sicher lesenswert.
Ein weiteres Buch ist "Der Club der polnischen Versager" (rororo, 1.12.2012) von Adam Gusowski und Pjotr Mordel. Ich denke, dass es mir durchaus gefallen könnte.
Und auch "Die Frau, die Töne sehen konnte. Über den Zusammenhang von Geist und Gehirn" (Rowohlt, 18.01.2013) von V. S. Ramachandran klingt für mich ansprechend.