Sonntag, 29. September 2013

"Spiegelkind" von Alina Bronsky

Die Welt gehört den Normalos. Das weiß Juli genau. Freaks sind abscheulich und von Pheen weiß sie eigentlich gar nichts. Nur, dass sie noch schlimmer als Freaks sein müssen.
Doch dann verschwindet die Mutter des Mädchens. Juli entdeckt etwas, das ihr Leben völlig auf den Kopf stellt. Sie muss entscheiden, wem sie glauben kann.
"Spiegelkind", Arena 2012, ist ein Buch für Leser ab 12 Jahren. Die Autorin Alina Bronsky verwendet eine einfache, verständliche Sprache. Der Roman liest sich flüssig. Spannung ist immer vorhanden. Die Protagonisten sind lebendig dargestellt, mit ihren Widersprüchen. Auch das Ende der Handlung ist ungewöhnlich.
"Spiegelkind" hat also alles, was sich ein jugendlicher Leser wünschen kann.

Donnerstag, 26. September 2013

"Jasmyn" von Alex Bell

Der Roman handelt weder von kriegerischen Auseinandersetzungen, noch von Schwertern, Vampiren oder dergleichen. Natürlich sind schwarze Schwäne, die vom Himmel fallen oder Knochen, die plötzlich erscheinen und genauso schnell auch wieder verschwinden, Elemente des fantastischen Genres. Sie ergeben zusammen mit der faszinierenden Hauptfigur Jasmyn, einer Liebesgeschichte und dem Verweben von Legenden um König Ludwig  ein wunderschönes, trauriges Märchen. Man kann es nicht weglegen, bis die letzte Seite erreicht ist.
"Jasmyn" erschien 2012 als Taschenbuch bei rororo. Übersetzt wurde es von Alexandra Hinrichsen.

Mittwoch, 25. September 2013

"Joyland" von Stephen King

Es ist unbestritten, der amerikanische Autor kann Geschichten erzählen. Dieser Roman ist keine Ausnahme, auch wenn blutrünstige Szenen fehlen und die Handlung in "Joyland", (Heyne Verlag 2013, Übersetzer: Hannes Riffel) eher gemächlich langhin plätschert.
Im Buch geht es um einen Studenten mit persönlichen Problemen, der in den Siebzigerjahren in einem Vergnügungspark jobbt und seine Erfahrungen mit verschiedenen Leuten sammelt.
Ein alter Mordfall, Menschen mit seherischen Fähigkeiten, Geister. Alles ist in dem Roman enthalten. Man kann sagen, dass "Joyland" ein Kriminalroman ist, der mit Übersinnlichem gewürzt ist.
Stephen King kann Menschen glaubwürdig beschreiben. Sein Roman liest sich wie eine lose Plauderei unter Freunden, die Anstand und Ehrgefühl besitzen. Und doch ist da ein Mörder, der keinesfalls so freundlich gesinnt ist, wie er vorgibt.
Würde eine Punkteskala von 1 bis 10 existieren, bekäme "Joyland" von mir die höchste Note. Anders ausgedrückt: Ich habe den Roman sehr gern gelesen.