Dienstag, 29. Oktober 2013

Mingus" v. Keto von Waberer, 2. Eindruck

Ich habe das Buch nun bis zum Schluss gelesen. Die bereits erwähnte Idee der Autorin, mehrere Figuren selbst ihre Geschichten erzählen zu lassen, bringt neue Möglichkeiten hervor. Als Leser erfährt man so mehr über die Motive der Personen, über ihre Wünsche und Vorstellungen.
Die Geschichte entwickelt sich zum erwarteten Ende, dem Zusammentreffen von Mingus und Nin. Das letzte Kapitel ist ein durchaus würdiger Abschluss, der dem eines Märchens ähnelt.
Der Schreibstil Keto von Waberers erinnert mich ein wenig an den des Autors Cormac McCarthy. Auch er verwendet knappe, klare Sätze, die sich auf das Wesentliche beschränken.

Donnerstag, 24. Oktober 2013

"Mingus" v. Keto von Waberer, 1. Eindruck

Ein paar Minuten zum Lesen gönne ich mir immer. Gern greife ich auch nach Jugendromanen und verfolge, wie Autoren ihr Lesepublikum bei der Stange halten.
Für "Mingus", dtv 2012, habe ich nicht viel Zeit eingeplant. Knapp dreihundert Seiten sind eigentlich schnell durchgeschmökert. Aber ich habe mich dieses Mal geirrt. Es dauert doch eine ganze Weile, bis ich mit dem Buch fertig bin.
Woran liegt das? Die Sprache ist einfach, klar, ohne überflüssige Füllwörter, die das Geschehen verschleiern. Die Autorin Keto von Waberer verwendet abwechselnd sehr kurze und dann wieder längere Sätze. Das gefällt mir gut bei einem Jugendroman.
Jedes Wort ist in "Mingus" bedeutungsvoll, zeigt einen bestimmten Sinn. Szenen lassen sich nicht einfach überfliegen. Man wird gezwungen, langsam zu lesen.
Das ist es! Aber es macht großen Spaß. Ich ertappe mich dabei, dass ich zurück blättere und manche Passagen noch einmal wiederhole. Der ungewöhnliche Schreibstil gefällt mir fast besser, als die Geschichte selbst. Mit dieser Aussage will ich aber nicht die Story abwerten.
Sie ist in Kapitel aufgeteilt, die mit Namen überschrieben sind. Das ist wieder eine Sache, die mir ziemlich neu und deshalb bemerkenswert erscheint. Jede Person, die wichtig für die Handlung ist, erzählt im Präsens, wie sie das Geschehen erlebt.
Zu welchem Genre gehört nun der Roman?
Eingeordnet ist das Buch in der Bücherei unter Fantasy. Die Figuren sind aber realistisch dargestellt. Ich würde das Ganze eher als SF bewerten, denn es geht um Genmanipulation.
Mingus gehört zu einer neuen Gattung. Er ist weder Tier noch Mensch. Als sein Schöpfer stirbt, ergreift Mingus die Initiative, befreit eine junge Frau, wird gejagt und gefangen. Man trennt das neu erschaffene Wesen von Nin, mit der es unterwegs war. Beide versuchen, zueinander zu kommen, was immer wieder durch verschiedene Interessenskonflikte verhindert wird.
Soweit die Kurzform. Der Roman ist halb ausgelesen. Mein nächster Eindruck folgt, wenn ich fertig bin.  

Sonntag, 20. Oktober 2013

Penta-Con 2013 in Dresden

Wie jedes Jahr überlege ich, ob es mit der Fahrt nach Dresden zum Penta-Con klappen könnte. Aber ich vermute stark, wie jedes Jahr wird es auch dieses Mal nichts.
Doch das Programm ist für mich schon reizvoll. Podiumsgespräch, Vortrag, Lesung, Buchbasar, Vorstellung von SF-Kleinverlagen u.a.
Es findet die Verleihung des Kurd-Laßwitz-Preises 2013 statt. Autoren wie Rolf Krohn, Dietmar Dath, Wolfgang Jeschke, Dr. Karlheinz Steinmüller, Erik Simon und viele andere werden anwesend sein. Das ist schon eine interessante Sache.
Über den Link der Urania Dresden kommt man zum SF-Club TERRAsse, dort steht dann das Programm.
Hier der Termin: 8.11. - 10.11.2013 im "Palitzschhof", Dresden, Gamigstr. 24.

Dienstag, 15. Oktober 2013

Angewandte SF?

Ich habe heute endlich ein Buch erhalten, das ich vor ein paar Tagen bestellt habe. Und eben war im Buchreport eine Meldung, die dazu passte.
Es klingt wie SF, wird aber doch schon getestet.
Ich liebe den Fortschritt!
Auch wenn mir dabei sofort Möglichkeiten für missbräuchliche Handlungen einfallen.

Samstag, 12. Oktober 2013

Infos

Neuerdings kann ich bei meinem Blog nicht mehr auf die Gadgets zugreifen. Das heißt, es ist nicht möglich, zum Beispiel die Pinnwand, die ich für Neuigkeiten aller Art angelegt habe, zu bearbeiten. Ich konnte nur noch das ganze Gadget löschen. Auch ein neues einzufügen, klappt nicht mehr. Schade!

Ich gebe also die weiteren Infos an dieser Stelle ein.
Die Literaturzeitschrift "außer.dem" existiert schon seit 15 Jahren. Ihre 20. Ausgabe wird am 26. Oktober, 19.00 Uhr, im Lyrik Kabinett München, Amalienstraße 83 a vorgestellt.

Der 19. Dresdner Stadtschreiber wird für das Jahr 2014 gesucht. Hinweise dazu findet man auf der Website des Dresdners Literaturbüros.

Im Literaturhaus Magdeburg, Thiemstraße 7 findet am 6.11.2013, 17.00 Uhr, die Veranstaltung InterLese-Kolloqium: Bonjour-literatur statt.

Montag, 7. Oktober 2013

"Eine Billion Dollar" von Andreas Eschbach

Ich habe schon ein paar Bücher von Andreas Eschbach gelesen. Besonders gefiel mir bisher der Band "Eine unberührte Welt", der etliche Storys des Autors enthält.
"Eine Billion Dollar", Bastei Lübbe 2003, kannte ich noch nicht, also habe ich zugegriffen und mir das Buch geholt.
Zuerst einmal, es umfasst beinahe 900 Seiten. Sogar ich habe über eine Woche gebraucht, bis der Roman durchgelesen war. Aber wie viele Jahre hat Andreas Eschbach wohl daran geschrieben? Wie oft, wie lange wurde der Roman überarbeitet, bis er endlich fertig war?
Wenn ich schnell lese, plagt mich manchmal das schlechte Gewissen. Es scheint mir dann, als würdige ich die beachtliche Leistung des Autors nicht richtig. Doch schließlich schiebe ich es auf den Verfasser. Natürlich. Ich kann nichts dafür. Nur er trägt die Schuld daran, dass mich die Neugierde voran treibt und mir keine Ruhe lässt, bis ich das Ende des Romans kenne.
So ist es! Genau!

Der mittellose John Fontanelli erbt unerwartet eine Billion Dollar. Damit verknüpft ist eine fünfhundert Jahre alte Prophezeiung, die besagt, dass er der Menschheit ihre Zukunft wiedergeben wird.
Doch der Mann besitzt keine besonderen Talente oder gar eine außergewöhnliche Intelligenz. Wie soll er die Prophezeiung erfüllen? Wie kann er die vorherrschenden Probleme der Menschheit lösen? Wie kommt er überhaupt damit klar, der reichste Mann der Welt zu sein?
Mir gefällt die Hauptfigur des Romans sehr gut. John Fontanelli ist unauffällig, normal und muss sich der Herausforderung seines Lebens stellen. Der Autor Andreas Eschbach lässt ihn seinen Weg gehen, ihn Fragen stellen und nach den richtigen Antworten suchen. Und doch ist zum Schluss die Erfüllung der Prophezeiung anders, als man sich vielleicht vorgestellt hat.
"Eine Billion Dollar" ist zwar bereits vor zehn Jahren erschienen, hat für mich aber kaum etwas von seiner Aktualität verloren. Das Buch enthält jede Menge Denkansätze zur Wirtschaft, zur Finanzpolitik, zur Weltsituation überhaupt. Und trotz der Länge ist es kurzweilig. Man kann sich mit John Fontanelli identifizieren und leicht seinen Gedankengängen folgen.
Noch ein Tipp für Leser, die ebenfalls gern Bücher von Andreas Eschbach mögen: Im September 2013 erschien sein Roman "Todesengel".

Mittwoch, 2. Oktober 2013

Hinweis: Hörspiel "Sir Joe" von Bodo Traber

Wieder einmal habe ich auf 1LIVE die Ankündigung eines vielversprechenden Hörspiels entdeckt. Am 31.10.2013 wird von 23.00-24.00 Uhr "Sir Joe" gesendet. Natürlich muss ich es anhören.
Erneut lasse ich mich also von einem Autor überraschen, den ich vorher nicht kannte.