Montag, 7. Oktober 2013

"Eine Billion Dollar" von Andreas Eschbach

Ich habe schon ein paar Bücher von Andreas Eschbach gelesen. Besonders gefiel mir bisher der Band "Eine unberührte Welt", der etliche Storys des Autors enthält.
"Eine Billion Dollar", Bastei Lübbe 2003, kannte ich noch nicht, also habe ich zugegriffen und mir das Buch geholt.
Zuerst einmal, es umfasst beinahe 900 Seiten. Sogar ich habe über eine Woche gebraucht, bis der Roman durchgelesen war. Aber wie viele Jahre hat Andreas Eschbach wohl daran geschrieben? Wie oft, wie lange wurde der Roman überarbeitet, bis er endlich fertig war?
Wenn ich schnell lese, plagt mich manchmal das schlechte Gewissen. Es scheint mir dann, als würdige ich die beachtliche Leistung des Autors nicht richtig. Doch schließlich schiebe ich es auf den Verfasser. Natürlich. Ich kann nichts dafür. Nur er trägt die Schuld daran, dass mich die Neugierde voran treibt und mir keine Ruhe lässt, bis ich das Ende des Romans kenne.
So ist es! Genau!

Der mittellose John Fontanelli erbt unerwartet eine Billion Dollar. Damit verknüpft ist eine fünfhundert Jahre alte Prophezeiung, die besagt, dass er der Menschheit ihre Zukunft wiedergeben wird.
Doch der Mann besitzt keine besonderen Talente oder gar eine außergewöhnliche Intelligenz. Wie soll er die Prophezeiung erfüllen? Wie kann er die vorherrschenden Probleme der Menschheit lösen? Wie kommt er überhaupt damit klar, der reichste Mann der Welt zu sein?
Mir gefällt die Hauptfigur des Romans sehr gut. John Fontanelli ist unauffällig, normal und muss sich der Herausforderung seines Lebens stellen. Der Autor Andreas Eschbach lässt ihn seinen Weg gehen, ihn Fragen stellen und nach den richtigen Antworten suchen. Und doch ist zum Schluss die Erfüllung der Prophezeiung anders, als man sich vielleicht vorgestellt hat.
"Eine Billion Dollar" ist zwar bereits vor zehn Jahren erschienen, hat für mich aber kaum etwas von seiner Aktualität verloren. Das Buch enthält jede Menge Denkansätze zur Wirtschaft, zur Finanzpolitik, zur Weltsituation überhaupt. Und trotz der Länge ist es kurzweilig. Man kann sich mit John Fontanelli identifizieren und leicht seinen Gedankengängen folgen.
Noch ein Tipp für Leser, die ebenfalls gern Bücher von Andreas Eschbach mögen: Im September 2013 erschien sein Roman "Todesengel".

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