Sonntag, 15. Dezember 2013

Struktur in einem Roman oder wie finde ich zielgenau zum Ende des Werkes

Schon einmal habe ich geschrieben: Autoren kennen das.
Ich wiederhole mich also. Mit voller Absicht. Denn es geht um Struktur, um den roten Faden, um die Richtlinie in einem Roman.
Wie schaffe ich es, mich in der Mitte des Manuskriptes nicht zu verzetteln?
Als erstes ist es günstig, vor Beginn des Schreibens ein grob orientierendes Exposee zu verfassen, in dem die Idee, die Handlung der Hauptfiguren und vor allem der Schluss festgelegt sind.
Wer einfach drauflos schreibt, kann durchaus bis zum Ende damit durchhalten.
Besser ist es jedoch, zu vermerken, was die einzelnen Figuren wollen und wie sie diese Ziele erreichen. Die Notizen können im Laufe des Schreibprozesses variieren, bis die Handlung stimmig ist.
Eine weitere Möglichkeit ist, fortlaufend für jedes Kapitel ein Miniexposee zu erstellen. Dann kann es nicht passieren, dass man an irgendeiner Stelle des Manuskriptes stockt und den Faden verliert. 
Und dann das Ende, das Wichtigste im Romans. Wie unbefriedigend ist es für einen Leser, wenn nach 300, 400 Seiten die Handlungsstränge nicht zusammen geführt werden, sondern irgendwo im Sand verlaufen.
Halt! Ich wiederhole mich jetzt nicht, sondern verbessere nur. Das Wichtigste beim Schreiben eines Romans ist nicht der Schluss, sondern die Motivation, der Wille des Autors, die Sache bis zum allerletzten Wort durchzuziehen.

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