Samstag, 14. Februar 2015

Das Experiment Self Publishing Teil 1

Viele Selfpublisher tummeln sich in den Foren und berichten über ihre Erfahrungen. Einige von ihnen gehören zu den Autoren, deren Werke ich bevorzugt lese.
Die Sache interessierte mich. Mir fiel folgende Frage ein: Wie weit käme dabei eigentlich ein völlig unbekannter Autor?
Ich startete einen Selbstversuch. Ohne Investition und mit verhältnismäßig wenig Aufwand sollten nur E-Books entstehen.
Der Pseudonym Generator warf einen passenden Namen für mich aus, unter dem ich das Experiment begann. Dann suchte ich mir im Web einen Distributionsverlag, der bereit war, sich um die ISBN, Verteilung und Verleihung meiner Werke zu kümmern. Auch das war kein Problem, denn es gab überall genügend Infos zum Thema.
Ich schaute mir an, was der Verlag den Autoren anbot und war positiv überrascht. Das Programm für die Übermittlung oder Erstellung der Texte war leicht bedienbar. Es gab verschiedene Vorlagen, die ausprobiert werden konnten.
Die Möglichkeit, eigene Cover hochzuladen, nutzte ich nicht. Ich verwendete welche, die vom Verlag zur Verfügung gestellt wurden. Eine abschließende Kontrolle war auch dabei. Ich wusste also, wie das Endprodukt aussehen würde.
Vertraglich lief alles sauber und schnell ab. Nach kurzer Zeit waren die E-Books in den Shops erhältlich.
Ich habe Arbeiten verschiedener Genres hochgeladen und wollte nun wissen, welche Titel am besten ankamen. Bei amazon suchte ich in den entsprechenden Listen und fand einen meiner Texte eine Weile unter den ersten zehn E-Books, ein weiterer ist immer noch unter den ersten hundert.
Fazit:
Ich bin zufrieden. Bis jetzt ist es eine runde Sache. E-Books zu erstellen ist nicht so besonders schwer und macht Spaß. Auch ein unbekannter Autor hat da seine Chance.

Kommentare:

  1. Es kommt drauf an, was man sich erwartet. Ich lese immer wieder was von Bestsellern aus dem Mund unerfahrener Selbstverleger. Hallo, es gibt noch ein bisschen was zwischen "zwei Bücher an Freunde verschenkt und sonst wollte die keiner haben" und gleich dem ominösen Bestseller, der auch in einem regulären Verlag alles andere als wahrscheinlich ist. Es ist halt so, dass man sich seine Erfolge selbst definiert. Was inzwischen auch besser geworden ist, dass die Selbstverleger oft nicht mehr so einsam dahinwursteln mit "jemand wird das bestimmt entdecken!", sondern sich beispielsweise über Social Media-Gruppen mit ihresgleichen, aber auch mit Bloggern zusammenschließen. Dadurch ergibt sich auch wieder eine eigene Szene.

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  2. Vielen Dank für deinen Kommentar!
    Du hast natürlich recht, Nina! Aber ich erwarte nichts, sondern warte nur ab. Es ist ein Test. Würde ich die Sache ernsthaft mit Blick auf Gewinnerzielung durchziehen, hätte ich, wie du schon erwähnt hast, auch intensiv den Kontakt zu anderen Bloggern gesucht, wäre über Facebook gegangen oder ähnliches. Meine Werbemaßnahmen habe ich aber bewusst gering gehalten. Zum einen, weil ich sehen will, was die Verteilung der E-Books durch einen Distributionsverlag bringt, zum anderen, weil ich nicht soviel Zeit dafür opfern will.
    Die Szene der Selfpublisher finde ich übrigens sehr interessant.

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  3. Pseudonym-Generator ... Sachen gibt's! :-D

    Die Selfpublisherszene ist ja stark angewachsen, aber inzwischen auch kaum noch zu überblicken, oder? Ohne zusätzliche Werbung etc. - gehen die eBooks dann nicht in der Masse unter?

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  4. Genau! Das habe ich auch feststellen müssen. Im vierten Teil meiner Dokumentation zum Self-Publishing werde ich die Fehler auflisten, die mir bisher unterlaufen sind. Aber durch sie kann man nur lernen.

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