Samstag, 5. September 2015

Ein Rundumblick

Was tut sich im Literaturbereich?
Es gibt Lesungen, wohin man schaut. Wurden sie früher vorwiegend auf Büchermessen, in Bibliotheken oder Büchereien abgehalten, hat sich das Bild mit der Zeit gewandelt.
Gern wird heutzutage an Orten gelesen, die ungewöhnlich sind. Bezogen auf bestimmte Themen oder Genre können dazu eine alte Burg, ein Friedhof, Gefängnis oder das Wohnzimmer dienen.
In Hamburg werden Lesungen im Kiosk vorgestellt. Eine Idee, die mir gut gefällt.
Außerdem kann man längst auf YouTube, im virtuellen Raum von Second Life und auf Websites die mediale Darstellung von Autoren und ihren Texten verfolgen.
Immer noch gibt es wohl auch Geschichten auf Tüten, ein interessantes Angebot, das aus Bremen stammt.
In größeren Städten scheinen sich vermehrt Literaturwerkstätten und Autorengruppen zu bilden, die mit Schreibenden aller Altersklassen arbeiten. Nicht zu vergessen die Foren, in denen sich ebenfalls Kreative zusammenfinden.
Schon seit etwa 2006 existieren Literaturautomaten, die Kurzgeschichten enthalten. Man kann sie gegen ein geringes Entgelt erwerben. In Leipzig soll einer im plan b stehen.
Literaturtelefone sind scheinbar nur noch wenige in Betrieb. Die in Kiel und Frankfurt sind, wie ich weiß, funktionstüchtig.
Bei regionalen Literaturtagen werden ebenfalls viele Veranstaltungen angeboten, die immer Anreize für einen Gedankenaustausch zwischen Autoren und Besucher bieten. Ich denke an die 24. Landesliteraturtage Sachsen-Anhalts, die vom 12.-20. September 2015 in Wernigerode stattfinden werden.
Besonders interessant sind allerdings internationale Literaturfestivals, bei denen die Autoren nicht nur aus Deutschland stammen. Ab nächste Woche gibt es eines in Berlin, mit Gästen aus Pakistan, Belgien, Angola, Kanada, Algerien, Mexiko, Rumänien und vielen anderen Ländern.
Die Literaturlandschaft ist äußerst vielfältig und mit Sicherheit kaum in einem Blogbeitrag zu beschreiben. Deshalb sind hier nur stichpunktartig ein paar Dinge, die mir aufgefallen sind.

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