Samstag, 10. Oktober 2015

Schnipsel aus einem Drehbuch, das keiner haben will

Miniausschnitt aus meinem Drehbuch "Nishaticca, der Geist aus der Flasche", 60 Minuten Länge, SF
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SARAH
…das komische Relief an der Tür wollen wir übrigens bald entfernen lassen. Also, ich will das. Alan eigentlich nicht. Er sagt, es sieht aus, als stecke ein Geist in einer Flasche fest. 

Telefon KLINGELT.

BERND KAPPEL off
Hallo Sarah! Ich ...
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Wer will, kann den Satz, den Bernd Kappel sagt, gern zu Ende formulieren. Vielleicht ist es sogar derselbe, den ich mir ausgedacht habe?

Und ja! Ich weiß! Ich habe keine Chance.
Für eine Drehbuchschreiberin bin ich zu alt. Die Zeit, um mich nach Abnehmern für meine Arbeit umzusehen, ist zu knapp. Mein Wohnort liegt kaum in der Nähe einer Filmmetropole und ich habe keine Drehbuchschule besucht. Schließlich hat mein Brotjob nun überhaupt nichts mit dem Schreiben zu tun. Und man fängt nicht sofort mit dem ganzen Drehbuch an (schon gar nicht mit SF und dann auch noch so lang), sondern sucht zuerst jemanden, der sich von der Filmidee begeistern lässt und alles finanziert.
Die Argumente würde mir jeder vernünftige Autor, der sich in der Szene etwas auskennt, vorhalten.
Ja! Wieder! Ich weiß das!
Trotzdem! Es hat mich vor einigen Jahren gereizt, auch diese Arbeit einmal auszuprobieren. Mir war nicht ganz klar, ob ich so diszipliniert schreiben kann, dass in kurzer Zeit ein Drehbuch entsteht.
Nun, ich habe es geschafft! Es war für mich eine Herausforderung und ein großer Spaß gewesen. Auch, wenn das Drehbuch nur in meiner Schublade herum liegt.

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