Donnerstag, 14. April 2016

SERAPH-Literaturpreis für Nina Blazon



1. „Der Winter der schwarzen Rosen“ wurde zur Leipziger Buchmesse im März 
2016 mit dem SERAPH-Literaturpreis der Phantastischen Akademie e.V. in der 
Kategorie Bester Roman ausgezeichnet. Wie hast du dich da gefühlt?

Ich habe mich natürlich sehr gefreut - vor allem deshalb, weil gerade dieses 
Buch nominiert wurde. Es gehört ins Genre "Märchenfantasy", was beim Schreiben 
besonders viel Spaß gemacht hat und der Preis war eine schöne Bestätigung, 
dass diese Art der ganz klassischen Fantasy offenbar auch immer noch gerne 
gelesen wird.

2. Warum schreibst du eigentlich Fantasyromane?

Ich habe immer schon gerne Fantasy und Science-Fiction gelesen, vielleicht hat 
dieses Genre-Steckenpferd dann auch im Autorenleben deshalb gut gepasst. Aber 
ich schreibe genauso gerne historische Romane und Krimis - und oft genug 
finden sich auch historische Plots und Krimi-Elemente in den Fantasy-Büchern.

3. Für welche Zielgruppe ist das Sieger-Buch gedacht und wovon handelt es?

Es ist ein All-age-Roman ab 14 und er handelt von den Schwestern Liljann und 
Tajann. Sie sind charakterlich sehr unterschiedlich und verfolgen verschiedene 
Lebeswege. Die selbstbewusste Strategin Tajann will um jeden Preis bei Hof 
Karriere machen, die schüchterne, ängstliche Liljann wird dagegen von ihrem 
Vater von zu Hause fortgeschickt, als sie sich auf Tajanns Betreiben hin auf 
eine Ehe mit einem Jäger einlässt. Sie macht in der Geschwisterfolge damit den 
eigenen Weg für Tajann frei und zieht ins Grauland, wo sie allerdings bald 
darauf vor ihrem Mann fliehen muss. Auch Tajanns Pläne gehen nicht ganz auf: 
Sie hat es zwar geschafft, am Hof von Lady Jamala schnell aufzusteigen, aber 
als sie sich verliebt und in eine Intrige verstrickt wird, führt auch ihr Weg 
bald in das Grauland, wo die beiden Schwestern sich auf der Flucht wieder 
begegnen.

4. Der Roman hat über 500 Seiten. Wie viele Monate hast du daran gearbeitet?

Es war tatsächlich ein sehr aufwändiges Projekt, da die Geschichte aus zwei 
Perspektiven geschrieben ist und jede Schwester eine Hauptfigur und völlig 
gleich gewichtet ist. Es war, als würde man zwei Bücher schreiben. Deshalb 
belief sich die Plot- und Schreibzeit auf etwa sechs Monate.

5. Gibt es im Text Passagen oder auch Personen, die du besonders magst?

Ich mochte beide Schwestern, wobei die stille Liljann mit ihren vielen 
"Zwischentönen" auch beim Schreiben mehr Grautöne, Facetten und 
somit Herausforderungen bot. Vielleicht war sie mir dadurch ein wenig näher als 
Tajann.

6.  Im Februar und März 2016 erschienen bereits „Feuerrot“ und „Silfur-Die 
Nacht der silbernen Augen“.
Arbeitest du schon am nächsten Roman oder machst du erst einmal eine Pause?

Jetzt ist tatsächlich erst einmal eine Pause angesagt. :-)

Vielen Dank!

Nina Blazon ist Jahrgang 1969.
Studium der Slavistik und Germanistik. Nach einigen beruflichen Abstechern (Lehrbeauftragte an verschiedenen Universitäten und Texterin in einer Werbeagentur) arbeitet sie heute als Journalistin und (seit 2003) als Jugendbuchautorin. 
Genres: Fantasy, Krimi und Historischer Roman.

Werke sind u.a.:

„Feuerrot“ (Historie/ Krimi)
„Die verbotene Pforte“ (Fantasy)
„Im  Bann des Fluchträgers (Fantasy)
„Silfur-Die Nacht der silbernen Augen“ (Fantasy)
„Der Winter der schwarzen Rosen“ (Fantasy)
„Schattenauge“ (Krimi mit Phantastikelement)
„Liebten wir“

Homepage für Kinder- und Jugendbücher

Für Erwachsenenbelletristik und den Roman „Liebten wir“

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